Analystenstimmen vom 25.7.

25. Juli 2014, 10:59
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Citigroup startet Coverage der Lenzing-Aktie - Deutsche Bank zu AT&S - Erste Group zu Polytec - Warburg zu Verbund - Kepler zu s Immo - LBBW zu Telekom

Lenzing - Die Wertpapierexperten der Citigroup haben ihre Coverage der Lenzing-Aktie mit der Empfehlung "Sell" und einem Kursziel von 43 Euro gestartet.

Obwohl Effizienzbemühungen des Faserherstellers gut umgesetzt werden, bestehe weiterhin ein negativer Ausblick auf die weltweiten Baumwollpreise, so die Analysten. Die Experten gehen daher davon aus, dass Lenzing ihre Dividende für 2014 stärker als erwartet kürzen müssen wird.

Es werden Preisrückgänge für Baumwolle erwartet, da Chinas Preisunterstützung beendet sei und das Land eigene Baumwolle horten würde, schreiben die Analysten weiter. Lenzing sei ein Qualitätshersteller für Fasern, da aber keine weiteren Kapazitäten ausgeschöpft werden könnten, seien die Umsätze stärker an die Preisentwicklung gebunden.

Beim Gewinn je Aktie erwarten die Citigroup-Analysten 1,18 Euro für 2014, sowie 2,49 bzw. 3,65 Euro für die beiden Folgejahre. Ihre Dividendenschätzung je Titel beläuft sich auf jeweils 1,00 Euro für 2014 und 2015, sowie 1,25 Euro für 2016.

Am Freitagvormittag notierten die Lenzing-Titel an der Wiener Börse mit plus 0,36 Prozent bei 46,64 Euro.


Deutsche Bank zu AT&S

Die Wertpapierexperten der Deutschen Bank haben ihre Empfehlung für AT&S-Aktien auf "Hold" gesenkt. Das Kursziel von 10 Euro wird indes beibehalten. Nachdem der Aktienkurs am Donnerstag das Kursziel der Analsten erreicht hat, sehen diese die Aktie fair bewertet und stufen ihre Empfehlung ab.

Da AT&S an der Kapazitätsobergrenze produziert, gebe es nach Einschätzung der Deutschen Bank kaum Möglichkeiten zur Umsatzsteigerung, solange das neue Chongqing-Werk nicht in Betrieb genommen wird. Der Baufortschritt im chinesischen Werk ist laut AT&S im Zeitplan.

Beim Gewinn je Aktie erwarten die Deutsche Bank-Analysten 0,75 Euro für das Geschäftsjahr 2014/2015, sowie 1,02 Euro für das Folgejahr. Ihre Dividendenschätzung je Titel beläuft sich auf 0,20 Euro für 2014/15 und 2015/16.


Erste Group zu Polytec

Die Analysten der Erste Group haben ihr Kursziel für Polytec von 7,8 auf 8,9 Euro erhöht. Gleichzeitig bestätigt die Erste Group ihr Anlagevotum "Buy" für die Aktie des oberösterreichischen Automobilzulieferers.

Die Analysten der Erste Bank sehen eine Stagnation der Verkäufe für Polytec im Jahresvergleich. Die Marktdaten zeigen nach Einschätzung der Experten, dass das Produktionswachstum für Pkw im zweiten Quartal rückläufig ist. Die Erste Group erwartet für Polytec niedrigere Verkäufe und Erträge in der Nutzfahrzeug-Sparte vor allem weil das Unternehmen weniger Aufträge von Daimler Truck erhalte.

Beim Gewinn je Aktie erwarten die Erste Group-Analysten 0,70 Euro für 2014, sowie 0,92 Euro bzw. 0,98 Euro für die beiden Folgejahre. Ihre Dividendenschätzung je Titel beläuft sich auf 0,25 Euro für 2014, sowie 0,27 und 0,29 Euro für 2015 bzw. 2016.


Warburg zu Verbund

Die Wertpapierexperten von Warburg Research haben das Verbund-Kursziel von 14,5 auf 14 Euro gesenkt. Die "Hold"-Empfehlung bleibt bestehen.

Die Experten sehen vor allem ein ungünstiges Umfeld der Strommärkte, dem auch der Verbund Tribut zollen muss. Dies wurde vor allem durch eine niedrigere Wasserführung im ersten Halbjahr begründet, die ein niedrigeres Produktionslevel für Verbund verursacht hat.

Zudem drücken Aufwendungen für einen stornierten Windpark in Rumänien, Wertminderungen auf Forderungen einer albanischen Tochtergesellschaft und niedrigere Spotpreise das Konzernergebnis. Außerdem verursache die Stilllegung von drei Gas-Dampf-Kraftwerken und die Schließung des Kraftwerks Dürnrohr hohe Kosten.

Beim Gewinn je Aktie erwarten die Warburg-Analysten 0,44 Euro für 2014, sowie 0,58 bzw. 0,62 Euro für die beiden Folgejahre. Ihre Dividendenschätzung je Titel beläuft sich auf 0,20 Euro für 2014, sowie 0,30 Euro für 2015 und 2016.


Kepler zu s Immo

Die Wertpapierexperten von Kepler Cheuvreux haben das Kursziel für die Aktien der s Immo von 5,7 auf 6,9 Euro angehoben. Das Anlagevotum wird bestätigt, es bleibt bei "Buy".

Die Experten sehen als Grundlage für die Anhebung Verbesserungen in der Loan-to-Value Ratio und der Eigenkapitalquote der s Immo. Zudem steigen die Dividendenzahlungen des Unternehmens, was sich ebenfalls positiv auf den Kurs auswirken wird, so die Analysten. Kepler glauben, das die s Immo ihr angestrebtes Ziel, 5 Prozent des eigenen Portfolios bis Jahresende zu verkaufen, sogar übertreffen könnte.

Beim Gewinn je Aktie erwarten die Kepler-Analysten 0,44 Euro für 2014, sowie 0,46 bzw. 0,50 Euro für die beiden Folgejahre. Ihre Dividendenschätzung je Titel beläuft sich auf 0,22 Euro für 2014, sowie 0,23 bzw. 0,25 Euro für 2015 bzw. 2016.


LBBW zu Telekom

Die Wertpapierexperten der Landesbank Baden-Württemberg haben das Kursziel für die Telekom Austria von 7,15 Euro bestätigt. Auch das Anlagevotum "Hold" wird beibehalten.

Trotz der Einberufung einer ordentlichen Hauptversammlung am 14. August sehen die Analysten ihre Einschätzungen weiterhin als richtig an. Bei der Hauptversammlung geht es neben Aufsichtsratswahlen vor allem auch um den Beschluss über die Schaffung von neuem Kapital.

Der Vorstand soll ermächtigt werden, innerhalb von fünf Jahren das Grundkapital um bis zu 1 Mrd. Euro erhöhen. Dies soll durch die Ausgaben von bis zu 221,5 Mio. Aktien erfolgen. Eine solche Kapitalerhöhung wurde bereits im Syndikatsvertrag zwischen der ÖIAG und America Movil in Aussicht gestellt.

Beim Gewinn je Aktie erwarten die LBBW-Analysten einen Verlust von 0,56 Euro für 2014, sowie Gewinne von 0,35 bzw. 0,41 Euro für die beiden Folgejahre. Ihre Dividendenschätzung je Titel beläuft sich auf 0,05 Euro für 2014, sowie 0,10 bzw. 0,33 Euro für 2015 bzw. 2016. (APA, 25.7.2014)

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