Banken planen Einführung von NFC-Bankomaten

25. Juli 2014, 10:00
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Um an solchen Bankomaten Geld abzuheben, muss lediglich eine NFC-Karte nahe an ein Lesegerät gehalten werden

Heimische Banken setzen verstärkt auf Near Field Communication. Nachdem schon seit längerer Zeit Bankomatkarten mit NFC-Technik ausgeben werden, steht nun die Einführung von Geldautomaten mit der Funktechnik bevor. Erste Vorbereitungen laufen bereits, der genaue Zeitpunkt für die Markteinführung steht allerdings noch nicht fest. Internationale Hersteller bieten derartige Geräte bereits an.

Drahtlos

Um an einem solchen Bankomaten Geld abzuheben, muss lediglich eine NFC-Bankomatkarte nahe an ein Lesegerät gehalten werden. Die Daten werden drahtlos übertragen. Als Sicherheitsfunktion muss ein PIN-Code eingeben werden.

Sicherheitslücke

Die Sicherheit von NFC sorgte in den vergangenen Monaten immer wieder für Schlagzeilen. Anfang Juni demonstrierte ein Sicherheitsexperte in Wien, wie man mittels Smartphone-App und NFC-Karte Geld - ohne Wissen des Kartenbesitzers - abheben kann. Payment Services Austria sieht dies gelassen: "NFC wird bereits seit mehr als zwölf Jahren und in mehr als 52 Ländern eingesetzt und uns ist kein einziger Missbrauchsfall bekannt." Auch stehe der Aufwand, mit dem die Lücke ausgenutzt werden könne, "in keinerlei Relation zur möglichen Beute".

Weniger Betrugsfälle

Mit der Einführung von NFC-Bankomaten erhoffen sich Banken sogar einen Rückgang an Betrugsfällen durch das Ausspähen und Kopieren von Daten auf Bankkarten. Betrügern gelingt es immer wieder, mittels manipulierter Geldautomaten derartige Informationen zu sammeln. Dafür werden kleine Geräte montiert, die die Daten von den Magnetstreifen kopieren. Damit werden später gefälschte Karten angefertigt. Durch zusätzlich montierte Minikameras werden die Pin-Codes ausspioniert.

Werden die Daten hingegen via NFC übertragen, fällt diese Möglichkeit des Ausspähens der Daten aus. (Markus Sulzbacher, derStandard.at, 25.7.

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