Grödig zieht ohne Glanz in dritte EL-Qualirunde ein

24. Juli 2014, 21:20
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1:2-Heimniederlage gegen Cukaricki Belgrad, Grödig mit gesamt 5:2 weiter - In dritter Quali-Runde gegen moldawischen Cupsieger Zimbru Chisinau

Salzburg - Der SV Grödig hat sich am Donnerstag im ersten Europacup-Heimspiel der Klubgeschichte nicht mit Ruhm bekleckert, ist aber dennoch locker in die dritte Qualifikationsrunde zur Europa-League eingezogen. Die Salzburger mussten sich Cukaricki Belgrad mit 1:2 (1:0) geschlagen geben. Der klare 4:0-Sieg im Hinspiel in Serbien reichte aber zum Aufstieg.

Grödig war vor 2.129 Zuschauern in der Red-Bull-Arena durch Maximilian Karner in Führung gegangen (29.), fiel aber nach der Pause deutlich zurück. Gegentreffer durch Petar Bojic (61.) und Nikola Stojiljkovic (65.) waren die Folge. In der dritten von vier Quali-Runden geht es gegen den moldawischen Cupsieger Zimbru Chisinau. Gespielt wird am 31. Juli in Salzburg und am 7. August in Moldawien.

In Bestbesetzung ins Heimspiel

Bei der Heimpremiere im Europacup bot Grödig-Trainer Michael Baur wie angekündigt seine beste Formation auf - dieselbe, die am Sonntag zum Ligastart ein 1:1 bei der Wiener Austria erreicht hatte. Der im Hinspiel an der Schulter verletzte Philipp Huspek kam erst zur Halbzeit für Daniel Schütz. Cukaricki war mit einer sehr jungen Truppe nach Salzburg gereist.

Ein erster Kopfball von Stefan Nutz, im Hinspiel noch Doppeltorschütze, ging daneben (10.). Zweimal tauchte (in der ersten Hälfte) auch Salzburg-Leihgabe Yordy Reyna, der im Stadion seines Stammclubs erneut an vorderster Front stürmte, gefährlich vor dem Tor auf. Der Peruaner scheiterte aber mit einem Volley aus spitzem Winkel (21.) und einem zu schwach ausgefallenen Schuss jeweils an Cukaricki-Keeper Borivoje Ristic (39.).

Besser lief es für Karner. Der Innenverteidiger durfte sich den Ball nach einem kurz abgespielten Corner und Flanke von Simon Handle im Strafraum annehmen und traf trocken ins rechte Eck. Das freute auch den zu Salzburg abgewanderten Ex-Coach Adi Hütter, der auf der Tribüne unter 2.129 Zuschauern neben Grödigs Manager Christian Haas Platz genommen hatte.

Wende in vier Minuten

Bei einem Schlenzer von Slavoljub Srnic musste Grödig-Torhüter Cican Stankovic all sein Können aufbieten (24.). Bei einem weiteren Schuss des auffälligsten Serben rettete noch die Querlatte (58.), wenig später kassierten die Grödiger aus einem schnellen Gegenstoß aber den Ausgleich. Filip Stojkovic bediente mit einem überlegten Querpass Bojic, der nur noch einschieben musste.

Damit nicht genug: Mittelstürmer Stojiljkovic traf nach Flanke von Rajko Brezancic via Innenstange per Kopf. Dazu hatte Grödig großes Glück, als ein elfmeterwürdiges Foul von Handle als letztem Mann gegen den durchbrechenden Srnic nicht geahndet wurde. Offensiv war von den Salzburgern nach der Pause mit Ausnahme eines Boller-Schusses (54.) und eines Nutz-Kopfballes (55.) lange Zeit wenig zu sehen.

Erst im Finish kamen Nutz (80.), Huspek (82.) und der ebenfalls eingewechselte Roman Wallner (91.) zu Halbchancen. Die erste Pflichtspiel-Niederlage unter Neo-Trainer Baur war aber nicht mehr abzuwenden. Am Sonntag geht es für die Grödiger in der Bundesliga zu Hause gegen Sturm weiter. (APA, 24.7.2014)

Europa-League-Qualifikation, 2. Runde, Rückspiel

SV Grödig - FK Cukaricki Belgrad 1:2 (1:0)
Salzburg, Red Bull Arena, 2.129 Zuschauer, SR Grinfeld (ISR)
Hinspiel 4:0, Grödig mit Gesamtscore von 5:2 in der 3. Runde

Torfolge:
1:0 (29.) Karner
1:1 (61.) Bojic
1:2 (65.) Stojiljkovic

Grödig: Stankovic - Handle, Maak, Karner, Strobl - Brauer, Nutz - Schütz (46. Huspek), Tomi (85. Djuric), Boller (62. R. Wallner) - Reyna

Cukaricki: Ristic - Stojkovic, D. Pavlovic (80. Jankovic), Boljevic, Brezancic - D. Srnic (89. Radovanovic), Todorovic - A. Pavlovic (85. Matic), Bojic, S. Srnic - Stojiljkovic

Gelbe Karten: Nutz, Karner bzw. A. Pavlovic, Stojiljkovic, S. Srnic

  • Maximilian Karner stellte im Gesamtscore auf 5:0. Die Resultats-Verwaltung sollte trotz zwischenzeitlicher Turbulenzen nicht ernsthaft in Gefahr geraten.
    foto: apa/ krug

    Maximilian Karner stellte im Gesamtscore auf 5:0. Die Resultats-Verwaltung sollte trotz zwischenzeitlicher Turbulenzen nicht ernsthaft in Gefahr geraten.

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