Libanon: Hunderte Syrer leben in Einkaufszentrum 

Ansichtssache26. Juli 2014, 11:59
4 Postings

Beirut - Die Umstände sind denkbar schlecht, der Wohnraum im kleinen Libanon ohnehin schon knapp. Der Großteil der 1,2 Millionen Flüchtlinge hat nach mittlerweile drei Jahren Bürgerkrieg entweder kein Geld mehr für eine adäquate Bleibe, oder findet schlicht weg nichts. Das Beispiel von Al-Waha zeigt, wie der Alltag für Flüchtlinge aussieht. (Julia Herrnböck aus Beirut, derStandard.at, 26.7.2014)

Zur Nachlese: Syrischer Sturzbach im Libanon

Disclaimer: Die Reise in den Libanon wurde von der Bawag PSK, einer Sponsorin der Caritas, kofinanziert.

credit: herrnböck

Zwischen 150 und 250 US-Dollar kostet ein Shop Monatsmiete. Für die Besitzer ein äußerst lukratives Geschäft.

1
credit: herrnböck

Das Einkaufszentrum Al-Waha nahe der nordlibanesischen Stadt Tripoli ist jetzt nur nur noch teure Herberge für Flüchtlinge.

2
credit: herrnböck

Etwa 1000 Menschen sollen hier mittlerweile leben. Für die Kinder gibt es kaum Möglichkeiten zum Spielen.

3
credit: herrnböck

Die Frauen bemühen sich, das Einkaufszentrum sauber zu halten. Bei 1000 Bewohnern ein Ding der Unmöglichkeit.

4
credit: herrnböck

Solhayla lebt mit ihrem Mann, vier Kindern und fünf anderen Personen in einem Geschäft. Wasser gibt es nur tageweise und muss mit Kübeln von Stockwerk zu Stockwerk geschleppt werden.

5
credit: herrnböck

An der Außenwand bauen schon die nächsten Flüchtlinge ihre Behausungen an. Sie sollen nach dem Ramadan von den Behörden abgerissen werden.

6
credit: herrnböck

Der Müll brütet in der Hitze vor sich hin, egal wie oft er weggebracht wird.

7
credit: herrnböck

Fatima aus Hama hat vor fünf Monaten ihre Tochter im Libanon geboren. sie ist krank, Hilfe ist nicht in Sicht. Die Hilfsorganisationen sind überfordert mit der Masse.

8
credit: herrnböck

Dieser Brunnen im Hof des Einkaufszentrum ist die Hauptwasserquelle.

9
credit: herrnböck

Unzählige Kabel ziehen sich durch Gänge von Al-Waha.

10
Share if you care.