Gewinn der deutschen Software AG fällt um mehr als die Hälfte

24. Juli 2014, 15:39
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Großprojekte verzögert

Die Verzögerung bei Großprojekten hat bei der deutschen Software AG im zweiten Quartal voll auf den Gewinn durchgeschlagen. Der Spezialist für Unternehmenssoftware verdiente mit 14,1 Mio. Euro nicht mal halb so viel wie vor einem Jahr, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Bereits in der vergangenen Woche hatten die Darmstädter wegen Projektverzögerungen ihre Jahresprognose für die erklärte Wachstumssparte Integrationssoftware (BPE) gesenkt und den Markt damit geschockt. Die Aktie war daraufhin zeitweise um fast ein Fünftel abgerutscht.

Große Hoffnungen auf BPE

Der Umsatz sackte im zweiten Quartal um 18 Prozent auf 196 Mio. Euro ab. Das lag zum einen an der Datenbanksparte (ETS), die mehr als ein Viertel weniger erlöste als ein Jahr zuvor. Sie schrumpft seit längerer Zeit. Schmerzlicher war der Rückgang von 7 Prozent beim Hoffnungsträger BPE auf 84,6 Mio. Euro. Analysten hatten vor den vorläufigen Zahlen mit deutlich höheren Werten über 100 Mio. Euro gerechnet. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern nun mit einem BPE-Umsatz etwa auf Vorjahresniveau.

In das BPE-Geschäft setzt Konzernchef Karl-Heinz Streibich große Hoffnungen. Mittelfristig sollte der jährliche Umsatz hier bis 2018 auch durch Zukäufe auf eine Milliarde Euro (2013: 423 Mio. Euro) steigen und dazu prozentual zweistellig wachsen. Nach dem schwachen zweiten Vierteljahr sagte Streibich, dieses Ziel müsse noch überprüft werden. (APA, derStandard.at, 24.7.2014)

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