Im Schongang gegen Favorit Portugal

24. Juli 2014, 15:19
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Team von Andreas Heraf spart im letzten Gruppenspiel gegen die favorisierten Portugiesen Kräfte und fokussiert sich auf das Halbfinale

Die Halbfinal-Qualifikation haben Österreichs U19-Fußballer bei der EM bereits in der Tasche. Nun geht es für die ÖFB-Auswahl am Freitag (18.00 Uhr) in Felcsut gegen Titelfavorit Portugal um Platz eins in Gruppe A. In den Überlegungen von Teamchef Andreas Heraf hat bereits das Semifinale am Montag oberste Priorität, gegen die Portugiesen wird wohl der eine oder andere Schlüsselspieler geschont.

"Natürlich wollen wir uns auch gegen Portugal gut präsentieren, aber unser Fokus liegt bereits klar auf dem Halbfinale am Montag", sagte Heraf, in dessen fußballerischer Karriere Ungarn offenbar ein guter Boden ist. Im April 1996 gab Heraf in Budapest gegen Ungarn im recht reifen Alter von 29 Jahren sein Debüt im A-Nationalteam und gewann dabei 2:0, im Juli 2014 schwimmt er nun mit seinem U19-Team auf der EM-Erfolgswelle.

Ökonomie der Kräfte

Die Partie gegen die Portugiesen, denen aufgrund der besseren Tordifferenz ein Remis zum Gruppensieg reicht, bietet den Österreichern nun die Chance, auch den sogenannten Ergänzungsspielern eine Chance zu geben. "Alle 18 Burschen im Kader haben es gleichermaßen verdient, zu spielen. Wir haben noch mindestens zwei Spiele vor uns und müssen uns die Kräfte ökonomisch einteilen", gab Heraf die Marschroute vor.

Akteure wie etwa Sinan Bytyqi werden am Freitag wohl eine Verschnaufpause erhalten. Portugal gilt als heißer Titelkandidat, wie die Österreicher haben auch die Südeuropäer die beiden Auftaktpartien gewonnen. Gastgeber Ungarn wurde sogar 6:1 abgefertigt. Heraf: "Die Portugiesen sind technisch und körperlich sehr stark, es ist schwer, hier auch nur ansatzweise Schwächen zu finden."

Mehr als elf Freunde

Für ÖFB-Angreifer Florian Grillitsch bedeutet das Schonen einiger Akteure keinesfalls einen Qualitätsverlust. "Wir sind mehr als elf Leute. Jeder ist für jeden da, jeder einzelne steht im Dienst der Mannschaft", hob der Stürmer von Werder Bremen den großen Zusammenhalt in der Heraf-Truppe hervor.

Am Mittwochabend absolvierten Grillitsch und Co. einen kurzen Abstecher in die Budapester Innenstadt, dort stand auf Einladung von Botschafter Wolfgang Waldner ein Empfang in der österreichischen Botschaft auf dem Programm.

Den Halbfinal-Gegner werden die Österreicher am Freitagabend kurz nach 22.00 Uhr kennen. In Gruppe B kämpfen noch Deutschland, die Ukraine und Titelverteidiger Serbien um die Top-Zwei-Plätze. "Serbien würde mich zugegebenermaßen sehr reizen. Wir haben in der ersten Qualifikationsrunde gegeneinander gespielt und knapp 0:1 verloren", wagte Heraf bereits einen Blick Richtung Halbfinale.

"Im Semifinale sind wir gegen jeden Gegner Außenseiter, es muss uns aber erst einmal jemand schlagen. Wir haben unsere Chance und werden alles daran setzen, um einen Sensation zu schaffen", weiß Heraf um die Qualitäten seiner Truppe, die bisher defensiv blendend organisiert und offensiv äußerst kaltschnäuzig war. (APA, 24.07.2014)


  • Manchmal kann man sich schonen.
    foto: apa/mit/tibor illyes

    Manchmal kann man sich schonen.

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