Ebola-Chefvirologe selbst mit Virus infiziert

24. Juli 2014, 13:51
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Der 39-Jährige soll mehr als 100 Ebola-Opfer behandelt haben - Ministerin bezeichnet ihn als "Nationalhelden"

Wien/Freetown - Sierra Leones Chefvirologe im Kampf gegen Ebola hat sich selbst mit dem Virus infiziert. Der 39-jährige Sheik Umar Khan sei positiv getestet worden und befinde sich nun im Krankenhaus in Kailahun, teilte die Gesundheitsministerin von Sierra Leona, Miatta Kargbo, laut dem Sender BBC am Mittwoch mit. Die Ministerin bezeichnete den erkrankten Arzt als "Nationalhelden" und kündigte an, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, damit er überlebt.

Khan soll mehr als 100 Ebola-Patienten behandelt haben. Ebola gilt als eine der ansteckendsten Krankheiten weltweit. Eine wirksame Impfung oder Medizin gibt es nicht, in 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Bisher sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 632 Menschen an Ebola gestorben, davon 206 in Sierra Leone.

In dieser Woche starben drei Krankenpflegerinnen an dem Virus, die mit Khan in einer Klinik arbeiteten. Er sorge sich um sein Leben, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters im Juni. Trotz Schutzkleidung sei medizinisches Personal immer einem Risiko ausgesetzt. (Reuters/red, derStandard.at, 24.7.2014)

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