Russischer Forschungssatellit "Foton-M" wieder unter Kontrolle gebracht

27. Juli 2014, 17:27
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Flugkörper mit fünf Echsen an Bord ließ sich vorübergehend nicht mehr steuern - Geplante Rückkehr in zwei Monaten

Moskau - Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos hat den verlorenen Kontakt zu einem Forschungssatelliten wiederherstellen können. Der Satellit "Foton-M" reagiere wieder auf Signale von der Erde, sagte ein Experte am Samstag in Moskau.

An Bord des Satelliten befinden sich insgesamt 22 wissenschaftliche Experimente, darunter auch fünf Geckos, deren Reaktion auf Mikrogravitation untersucht werden sollte. Läuft alles glatt, dann soll der Satellit samt "Besatzung" in zwei Monaten zurück zur Erde geholt werden.

Absturz in vier Monaten

Die Bodenstation hatte während seiner "unkommunikativen" Zeit zwar Signale von dem am 19. Juli gestarteten Satelliten empfangen, allerdings reagierte "Foton-M4" nicht auf Funkbefehle von der Erde. Telemetrie- und andere Daten, die die Leitzentrale erhält, zeigten jedoch, dass die Systeme des Satelliten einwandfrei arbeiten und die Experimente wie geplant laufen.

Warum der Flugkörper den Befehl verweigert hatte, ist vorerst unklar. "Foton-M4" kreist in rund 250 Kilometer Höhe. Hätte sich die Steuerung nicht wieder herstellen lassen, dann wäre der Satellit in etwa vier Monaten abgestürzt und in der Atmosphäre verglüht. (APA/red, derStandard.at, 27.07.2014)

  • Die "Foton-M"-Satelliten  wurden für wissenschaftliche Experimente unter Mikrogravitation konzipiert. An Bord von "Foton-M4" sind insgesamt 22 Experimente geplant.
    illustration: esa

    Die "Foton-M"-Satelliten wurden für wissenschaftliche Experimente unter Mikrogravitation konzipiert. An Bord von "Foton-M4" sind insgesamt 22 Experimente geplant.

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