Wert von Immobilien in Italien seit 2010 um 15 Prozent eingebrochen 

24. Juli 2014, 09:52
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Steuerdruck auf Wohnungen erreicht Rekordhoch. Besonders Großstädte sind von der Immobilienkrise betroffen

In den vergangenen vier Jahren ist der Wert der Wohnungen in Italien stark eingebrochen, während der Steuerdruck auf Immobilien ein Rekordhoch erreicht hat. Zwischen 2010 und 2014 ist der Wert der Immobilien in Italien um durchschnittlich 15 Prozent gefallen, geht aus einer neuen Studie des Handwerkerverbands CGIA hervor.

Immer stärkere Preisnachlässe

Der Durchschnittspreis einer Wohnung ist in Italien seit 2010 von 200.000 auf 170.000 Euro gesunken. Die Immobiliensteuer sind dagegen um 104 Prozent auf durchschnittlich 611 Euro gestiegen, geht aus der Studie hervor. Wer eine Wohnung verkaufen will, muss immer länger warten, um sie loszuwerden. Die Verkäufer müssen auch immer stärkere Preisnachlässe akzeptieren, um sich von ihren Immobilien zu trennen. Von der Krise im Immobiliensektor besonders belastet sind die Großstädte.

Vermögen der Italiener reduziert

"Seit 2010 ist der Steuerdruck auf Immobilien rasant gestiegen, während die Wohnungspreise stark gesunken sind. Das sind zwei Probleme, die das Vermögen der Italiener stark reduziert haben", klagte CGIA-Sekretär Giuseppe Bortolussi. Wegen der Kreditklemme hätten außerdem immer weniger Italiener Zugang zu Wohnungskrediten.

"Bis vor einigen Jahren war der Erwerb einer Wohnung eine Investition. Das hat sich geändert. Wer heute in Italien eine Wohnung besitzt, erlebt wegen des unerträglichen Steuerdrucks einen Alptraum", klagte Bertolussi. Diese schwierige Lage wirke sich negativ auf die Baubranche und auf alle mit dem Immobiliensektor verbundenen Bereichen aus.

Pleite von Baugesellschaften

Wegen der schweren Rezession im Land sind seit 2007 rund 800.000 Arbeitsplätze verloren gegangen. 14.200 Baugesellschaften gingen voriges Jahr pleite, beklagte zuletzt der Verband der italienischen Bauindustrie. (APA, 24.7.2014)

  • Besonders die Großstädte trifft die Krise.
    foto: reuters/max rossi

    Besonders die Großstädte trifft die Krise.

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