Erfolgsstrategie: Zum Schutz der Wälder Ureinwohner miteinbeziehen

26. Juli 2014, 17:18
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US-Studie betont Rolle indigener Völker: "Niemand hat ein größeres Interesse an einem guten Zustand der Wälder"

New York - Von ländlichen Gemeinden und Ureinwohnern verwaltete Gemeinschaftswälder werden einer US-Studie zufolge besser vor Abholzung und Ausbeutung geschützt. So sei die Abholzungsrate in einem solchen Gebiet auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan 350 Mal niedriger als in anderen Wäldern in der Nähe, berichteten die Autoren der Studie.

In weiteren untersuchten Gemeinschaftswäldern unter anderem in Guatemala, Brasilien und Bolivien waren die Abholzungsraten ebenfalls deutlich geringer als in den umliegenden Wäldern.

Diese besser geschützten Gemeinschaftswälder können dann wiederum mehr Kohlenstoff speichern und so einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz leisten, erläuterten die Autoren der Studie mit. Alle Gemeinschaftswälder der Welt speichern demzufolge derzeit insgesamt 37,7 Milliarden Tonnen Kohlenstoff.

Zu allseitigem Nutzen

Gemeinschaftswälder werden von den dort lebenden Menschen, häufig indigenen Völkern angehörend, genutzt und verwaltet, die dafür mit Rechten von der Regierung des jeweiligen Landes ausgestattet worden sind. "Niemand hat ein größeres Interesse an einem guten Zustand der Wälder als die Menschen, die für ihr Wohlergehen und ihre Kultur auf sie angewiesen sind", sagte Andy White von der Nichtregierungsorganisation Rights and Resources Initiative (RRI), die die Studie gemeinsam mit dem Welt-Ressourcen-Institut (WRI) erstellt hatte.

Insgesamt untersuchten Forscher von RRI und WRI 14 Länder, in denen es viele Wälder gibt, darunter Brasilien, Indonesien und Kolumbien. Frühere Studien hatten bereits ergeben, dass Gemeinschaftswälder auch positive Auswirkungen auf den Artenschutz haben. (APA/red, derStandard.at, 26. 7. 2014)

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