Stadt in China nach Tod durch Beulenpest abgeriegelt

23. Juli 2014, 09:44
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Mehr als 150 Menschen in Quarantäne

Nach dem Tod eines Mannes an der Beulenpest ist eine Kleinstadt im Nordwesten Chinas komplett abgeriegelt worden. Wie das Staatsfernsehen am Dienstag berichteten, wurden 151 Bewohner von Yumen unter Quarantäne gestellt. Allen 30.000 Einwohnern wurden verboten, die in der Provinz Gansu gelegene Stadt zu verlassen. Autofahrer wurden von der Polizei um Yumen herum geleitet.

Infiziertes Murmeltier

Das 38-jährige Opfer hatte Berichten zufolge Kontakt mit einem möglicherweise infizierten Murmeltier. Er hatte den Kadaver demnach an seinen Hund verfüttert. Noch am selben Tag habe er hohes Fieber entwickelt und sei vergangenen Mittwoch im Krankenhaus gestorben. Der Stadt stehe ausreichend Reis, Mehl und Öl zur Verfügung, um die Bevölkerung einen Monat lang zu ernähren, berichtete der Sender CCTV. Bisher seien aber keine neuen Fälle aufgetreten.

Übertragung häufig durch Flöhe

Die Beulenpest ist hochansteckend, sie geht mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie einer Entzündung der Lymphknoten im Leistenbereich einher. Auf den Menschen übertragen wird die Beulenpest häufig durch Flöhe, die sich an befallenen Nagetieren mit dem Bakterium infiziert haben. Unbehandelt führt die Pest nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in 30 bis 60 Prozent der Fälle zum Tod. (APA, derStandard.at, 23.7.2014)

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