Bregenzer Festspiele eröffnet

23. Juli 2014, 11:39
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Bundespräsident überreichte Ehrenkreuz an ein "Ausnahmeexemplar" von Intendant

Bregenz - Bundespräsident Heinz Fischer hat am Mittwochvormittag die 69. Bregenzer Festspiele eröffnet. Im Rahmen eines Festaktes im Festspielhaus überreichte das Staatsoberhaupt dem scheidenden Intendanten David Pountney, der am Ende dieser Saison nach elf Jahren die Leitung an die Grazer Opernchefin Elisabeth Sobotka weitergibt, das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse.

Pountney habe "den Bregenzer Festspielen einen besonderen, unverwechselbaren Stempel aufgedrückt", so der Bundespräsident. Der Festspielchef habe Team und Publikum mit Engagement, Leidenschaft und ansteckender Begeisterung motiviert und verzaubert. "Übrigens habe ich in all den Jahren über ihn kein schlechtes Wort gehört. Entweder ich war blind und taub oder er ist ein Ausnahmeexemplar."

Die heuer in der zweiten Saison gezeigte Mozart-Oper "Die Zauberflöte" sowie die Uraufführung von Heinz Karl Grubers Oper "Geschichten aus dem Wiener Wald" seien "zwei durch und durch österreichische Opern. Ich werte diese Wahl als kleine Hommage an unser Land - das in David Pountney einen echten Freund gefunden hat", sagte Fischer.

Festspielpräsident Hans-Peter Metzler dankte dem abtretenden Intendanten, lobte dessen "Gespür und Vision" und verwies auf die 24 Ur- und 21 Erstaufführungen, die es unter seiner Festspielleitung gegeben habe. Der Festspielpräsident wies aber auch auf die immer prekären Rahmenbedingungen hin, durch die nicht nur regionale Kulturversorgung, sondern auch innovative Arbeit gefährdet sei.

Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) verwies auf die Aktualität der programmierten Stücke, die sich auf heutige Arbeitswelt ("Das Leben am Rande der Milchstraße"), den Arabischen Frühling ("Trans-Maghreb") oder auf Zeiten der politischen und wirtschaftlichen Krisen ("Geschichten aus dem Wiener Wald") bezögen. Kunst sei auch ein Bindeglied in einem Friedensprojekt wie der Europäischen Union, an deren Außengrenzen man heute wieder mit Nationalismus und Verhetzung konfrontiert sei. (APA, 23.7.2014)

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