Telekom-Mutter America Movil mit Gewinnsprung im zweiten Quartal

22. Juli 2014, 16:40
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Rückgang bei Mobilfunkkunden - Slim-Konzern im Visier des mexikanischen Regulators

Der mexikanische Telekom-Konzern America Movil, neue Muttergesellschaft der Telekom Austria, hat im zweiten Quartal einen Gewinnsprung erzielt. Die vom Milliardär Carlos Slim kontrollierte Gesellschaft meldete einen Nettogewinn von 18,8 Mrd. Pesos (1,07 Mrd. Euro) für die Periode von April bis Juni, gegenüber dem Vorjahresquartal eine Steigerung um 33 Prozent, berichtet das "Wall Street Journal".

Mehr Umsatz

Der Umsatz des größten lateinamerikanischen Mobilfunkbetreibers stieg um 4 Prozent auf 202,6 Mrd. Pesos. Das EBITDA, eine Maßzahl der Profitabilität, stieg um 2,4 Prozent auf 66,6 Mrd. Pesos. Das Ergebnis ist auf geringere Finanzierungskosten und höhere Umsätze im Bezahlfernsehen und bei Datendiensten zurückzuführen.

Die Zahl der Mobilfunkkunden stieg im Vorjahresvergleich um 1,8 Prozent auf 266,9 Millionen. Gegenüber dem Ende des Vorquartals (Ende März), als noch 272,2 Millionen Kunden gemeldet wurde, war jedoch ein deutlicher Rückgang der Kundenzahl zu verzeichnen. Die größten Einbußen wurden in Mexiko und Zentralamerika gemeldet.

Mobilfunk als auch Festnetz

Der neue Telekom-Regulator in Mexiko hatte im März festgestellt, dass America Movil den mexikanischen Telefonmarkt sowohl bei Mobilfunk als auch im Festnetz beherrscht, und in Folge einige Maßnahmen verfügt, darunter die Öffnung des eigenen Netzes für Mitbewerber und eine asymmetrische Regulierung.

In einer Reaktion auf diese Maßnahmen hatte das Unternehmen Anfang Juli mitgeteilt, es wolle durch Anteilsverkäufe seine Marktanteile in Mexiko unter 50 Prozent senken, so das "Wall Street Journal". Bei einem Marktanteil von 50 Prozent liegt die Schwelle, bei der ein Unternehmen in Mexiko als marktbeherrschend gilt. (APA, 22.7. 2014)

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