Kambodschas Opposition beendete Parlamentsboykott 

22. Juli 2014, 12:30
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Einigung in monatelangem Streit mit Regierung

Phnom Penh - Die größte Oppositionspartei in Kambodscha hat ihren fast einjährigen Boykott des Parlaments im Gegenzug für Reformzusagen der Staatsführung aufgegeben. Das Versprechen einer überarbeiteten Wahlgesetzgebung sei Regierungschef Hun Sen abgerungen worden und habe eine politische Lösung des Dauerkonflikts ermöglicht, teilte die Partei für Nationale Rettung (CNRP) am Dienstag mit.

Letztlich sei der CNRP keine andere Wahl geblieben, sagte Oppositionsführer Sam Rainsy nach einem Gespräch mit Hun Sen, der die Einigung seinerseits als "Erfolg" bezeichnete.

Der umstrittene Ministerpräsident ist in Kambodscha seit knapp drei Jahrzehnten an der Macht. Hun Sens Volkspartei (CPP) hatte bei der Wahl im Juli 2013 Einbußen hinnehmen müssen, blieb aber laut offiziellem Ergebnis stärkste Kraft im Parlament. Die Opposition sprach daraufhin von Betrug und boykottiert das Parlament seit dem Beginn der Legislaturperiode im September. Kritiker werfen Hun Sen seit langem vor, gegen Menschenrechte zu verstoßen und politische Gegner mundtot zu machen. (APA, 22.7.2014)

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