Xiaomi stellt neues High-End-Smartphone Mi 4 vor

22. Juli 2014, 10:38
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Mit flotter Hardware und Metallrahmen – auch Fitness-Armband Mi Band enthüllt

Seit Monaten machten Leaks mit unterschiedlichem Wahrheitsgehalt die Runde, vor allem in den letzten beiden Wochen kursierten Fotos, die das Mi 4 zeigen sollen. Nun hat der chinesische Hersteller Xiaomi, wo auch der ehemalige Android-Entwicklungsleiter Hugo Barra seit rund einem Jahr tätig ist, mit dem Mi 4 sein neues Flaggschiff offiziell vorgestellt.

Fünf Zoll, 1080p, Snapdragon 801

Das Smartphone bringt ein Fünf-Zoll-Display mit Full-HD-Auflösung mit. Im Gegensatz zu Konkurrenten wie HTC, Samsung oder LG dreht Xiaomi damit weder an der Auflösungs- noch an der Größenschraube. Die Hardwareunterlage bildet Qualcomms Snapdragon 801 mit 2,5-Ghz-Quadcore-CPU, die auf drei GB Arbeitsspeicher zugreift. Es wird Modelle mit 16 und 64 GB an internem Speicher geben.

Bei den Kameras baut Xiaomi auf Sensoren von Sony. Das rückseitige Modul liefert eine Auflösung von 13 Megapixel. Mit einem acht Megapixel-Modul erhält die Frontkamera ein deutliches Upgrade im Vergleich zum Vorgänger, dem Mi 3.

Akku mit Schnelladefunktion

Der Akku ist mit 3.080 mAh bemessen und rund anderthalb Tage an Betriebszeit bei Normalgebrauch liefern. Er ist schnelladetauglich und soll sich innerhalb einer Stunde auf 60 Prozent und innerhalb von 150 Minuten komplett aufladen lassen. Erstmals verarbeitet Xiaomi nicht nur Kunststoff im Gehäuse seines Flaggschiffs, sondern versieht dieses nun mit einem metallenen Rahmen.

Das Smartphone liefert darüber hinaus in Sachen Konnektivität alle bekannten Standardfeatures wie WLAN (802.11ac), Bluetooth 4.0, NFC, 3G und LTE sowie GPS-Navigation. Neu dabei ist auch eine Infrarot-Schnittstelle, über die sich das Gerät als Fernbedienung verwenden lässt. Als Betriebssystem ist Android 4.4.2 an Bord, verpackt in Xiaomis eigene "MIUI"-Oberfläche in Version 6.

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Aufstrebend

Xiaomi ist mittlerweile, gemessen an den Lieferzahlen, der sechstgrößte Smartphonehersteller der Welt. In der ersten Jahreshälfte 2014 konnte das Unternehmen 26,1 Millionen Handys absetzen – mehr als im gesamten Vorjahr. Heuer will man noch die 40-Millionen-Marke durchbrechen und visiert für 2015 bereits 100 Millionen an.

Mittlerweile verkauft man die eigenen Geräte auch nicht mehr nur in China, sondern auch andere Länder wie Taiwan, Singapur oder Indien. Im Laufe des Jahres sollen im Rahmen einer groß angelegten Expansion zahlreiche weitere Märkte, darunter Russland und die Türkei, erschlossen werden.

16 und 64 GB

Der Preis des Geräts, das schon bald in den Verkauf gehen soll, ist aktuell noch nicht bekannt. Kolportiert wurde im Vorfeld, dass die 16-GB-Ausgabe des Smartphones umgerechnet etwa 240 Euro kosten soll. Ein Kauf in Deutschland oder Österreich dürfte das Mi 4 nur per Import mit entsprechendem Aufschlag möglich sein.

Fitnesstracker Mi Band

Ebenfalls vorgestellt hat Xiaomi nun auch sein eigenes Fitness-Armband unter dem Titel "Mi Band", berichtet Engadget. Dieses erfasst Bewegungen und analysiert den Schlaf. Es lässt sich zudem als Vibrations-Wecker einsetzen und kann das eigene Smartphone entsperren. Herausstechen soll es durch seine Standby-Zeit, die laut Hersteller bei 30 Tagen - und damit deutlich höher liegt, als bei aktuellen Konkurrenzprodukten.

Wann das Band in den Verkauf geht, ist nicht bekannt. Es dürfte vorerst aber nur in China zu haben sein und wird umgerechnet zehn Euro kosten. (gpi, derStandard.at, 22.07.2014)

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    foto: xiaomi
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