Blick ins Innere des Kraters am "Ende der Welt"

Ansichtssache27. Juli 2014, 22:34
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foto: ap photo/press service of the yamalo-nenets autonomous okrug governor

Wasser am Grunde des Kraters am "Ende der Welt"

Vor über zwei Wochen geriet ein mysteriöses Loch auf der Halbinsel Jamal im Norden Sibiriens in den Fokus weltweiter Aufmerksamkeit (derStandard.at berichtete). Der Krater dürfte zwar bereits seit zwei Jahren existieren, aber erst Videoaufnahmen, die bei einem Hubschrauberflug gemacht und vom russischen staatlichen Sender Zvezda TV veröffentlicht wurden, weckten die Aufmerksamkeit von Journalisten und Wissenschaftern. Mittlerweile haben Forscher das Phänomen näher unter die Lupe genommen und erste Fakten präsentiert.

Jene, die geheime Waffenexperimente oder Ufos vermutetet hatten, dürften wohl enttäuscht sein: Andrey Plekhanow, einer der Forscher vor Ort, kann nichts Mysteriöses an dem Krater entdecken. "Es ist vermutlich das Ergebnis eines simplen Zusammenspiels von internem Druck und Temperaturänderungen", meint er gegeben über der "Siberian Times". Messungen ergaben, dass der Krater nicht 100 Meter groß ist, sondern allenfalls einen Durchmesser von 30 Metern aufweist. Am Grund des Loches in etwa 70 Metern Tiefe befindet sich ein Schmelzwassersee (Bilder vom Inneren gibt es hier). Die Wissenschafter nehmen an, dass dem Phänomen Prozesse zugrunde liegen, die bereits zahllose kleine und größere Seen auf der Jamal-Halbinsel (der Name bedeutet übersetzt "Ende der Welt") entstehen ließen.

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