Heimliche Lieblingsserien: Netflix testet "Privacy-Modus"

21. Juli 2014, 12:46
8 Postings

Angesehene Programme werden weder in Verlauf gespeichert noch fließen sie in Empfehlungen ein 

Videostreaming-Dienst Netflix soll momentan einen sogenannten „Privacy Mode“ testen. Wird der Modus aktiviert, speichert der Service gestreamte Filme und Serien nicht im Verlauf. Sie werden außerdem nicht für den komplizierten Algorithmus herangezogen, der Nutzern neue Programme empfiehlt.

Soziale Kontrolle

Damit sollen Nutzer der sozialen Kontrolle enthoben werden, die psychologisch durch Aufzeichnungen der gesehenen Serien und deren Veröffentlichung im Facebook-Account ausgelöst wird. Von Netflix registriert werden die Konsumnationen natürlich trotzdem.

Scham und Pornographie

"Scham und sozial erwünschtes Medienverhalten sind zentrale Faktoren“, begründet Medienpsychologe Frank Schwab gegenüber Pressetext.com die Nutzung von Privatmodi. Er glaubt, dass "ein solches Feature vor allem von Männern genutzt wird, die unbemerkt pornografisches Material ansehen möchten.“ Damit dürfte Schwab allerdings auf Privatmodi in Internetbrowsern anspielen, nach deren Vorbild Netflix jetzt agieren will.

Der Videostreamer testet den Modus momentan in einem exklusiven Kreis, erst nach Auswertung der Ergebnisse soll entschieden werden, ob das Feature für alle Netflix-Kunden verfügbar wird. (fsc, derStandard.at, 21.7.2014)

  • Netflix könnte einen Privacy-Modus erhalten
    foto: ap/collins

    Netflix könnte einen Privacy-Modus erhalten

Share if you care.