Nur hinter Sieger Rosberg ging es rund

20. Juli 2014, 15:50
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Souveräne Vorstellung des WM-Leaders im Mercedes in Hockenheim - Hamilton von weit hinten auf Platz drei 

Hockenheim - Triumph im Heimspiel für Nico Rosberg: Der WM-Spitzenreiter fuhr am Sonntag beim Großen Preis von Deutschland auf dem Hockenheimring überlegen zu seinem vierten Saisonsieg und baute die Führung im Gesamtklassement auf seinen diesmal drittplatzierten Mercedes-Teamkollegen Lewis Hamilton wieder auf 14 Punkte aus.  Zweiter wurde Valtteri Bottas auf Williams, Weltmeister Sebastian Vettel landete im Red Bull auf Rang vier.

Das Rennen begann mit einem heftigen Unfall von Felipe Massa. Der Brasilianer hatte sich nach einer Kollision mit McLaren-Pilot Kevin Magnussen überschlagen, konnte aber unverletzt aus seinem Auto steigen. "Mir geht es gut, aber ich bin trotzdem sehr enttäuscht", sagte Massa.

Nach einer kurzen Safety-Car-Phase gab Rosberg wieder Gas und zog an der Spitze des Feldes einsam seine Kreise. Hinter ihm ging es allerdings rund, es flogen sprichwörtlich die Fetzen - und Fahrzeugteile.

Im Schatten von Rosberg zeigte Hamilton die erhoffte Aufholjagd, nachdem eine geplatzte Bremsscheibe im Qualifying und ein Getriebewechsel vor dem Rennen den Ex-Weltmeister bis auf Rang 20 in der Startaufstellung nach hinten geschoben hatten.

Spektakulärer Hamilton

Hamilton pflügte ohne Rücksicht auf Verluste durch das gesamte Feld und zeigte dabei   spektakuläre Überholmanöver. Weil der Engländer auf den härteren Reifen gestartet war und den ersten Boxenstopp länger hinauszögern konnte, lag er zwischenzeitlich sogar auf Platz zwei.

Auch Vettel ließ wie zuletzt in Silverstone die alte Rivalität mit Fernando Alonso und Ferrari wieder aufleben. Im direkten Duell mit dem Spanier und dessen Teamkollegen Kimi Räikkönen setzte sich der Heppenheimer mit Glück und Geschick durch - ohne Materialschaden, diesmal beim Finnen, ging auch dieses Manöver nicht über die Bühne.

Hamilton, der nach 27 Runden zum Reifenwechsel in die Box fuhr, kam als Achter zurück auf die Strecke und schnappte sich direkt Daniel Ricciardo im zweiten Red Bull.  Obwohl er beim Überholversuch gegen Jenson Button auch seinen Frontflügel ramponierte, fuhr der Weltmeister von 2008 die schnellsten Rennrunden.

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff strahlte einmal mehr. "Es fühlt sich trotzdem an wie ein Doppelsieg, wenn man von Platz 20 Dritter wird", sagte der Wiener. "Die WM ist weiterhin offen."

Vettel hing nach dem zweiten Stopp außerhalb der Podiumsplätze hinter Alonso fest - und zweifelte an der Taktik seines Teams. Auf die Aufforderung, Benzin zu sparen, funkte der 27-Jährige ungehalten zurück: "Ihr müsst mir schon sagen, was ihr wollt, ob ich überholen soll oder Benzin sparen." (red/sid - 20.7. 2014)

ERGEBNIS: GP von Deutschland

  • Felipe Massa steht Kopf.
    foto: apa/epa/ebener

    Felipe Massa steht Kopf.

  • Nur das Safety-Car schaffte es, zeitweise vor Nico Rosberg zu liegen.
    foto: reuters/dalder

    Nur das Safety-Car schaffte es, zeitweise vor Nico Rosberg zu liegen.

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