Faymann: "EU-Außenpolitik agiert zu passiv"

19. Juli 2014, 17:32
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SPÖ-Chef forderte stärkeres Engagement - Mehr als 330 Tote seit Beginn der Offensive

Wien/Gaza/Jerusalem - Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) hat die EU-Außenpolitik in der Nahostfrage als "zu passiv" kritisiert. "Ein stärkeres Engagement wäre wichtig", forderte Faymann gegenüber der Tageszeitung "Österreich" laut Vorausmeldung. "Nur nach Waffenruhe zu rufen" ist dem SPÖ-Chef "zu wenig".

Die Situation in Israel und dem Gazastreifen bezeichnete Faymann als "verheerend". Zwar seien sich die EU-Regierungschefs einig, dass Israel ein Recht auf Selbstverteidigung habe, dennoch müsse die "Gegenreaktion Israels verhältnismäßig bleiben", sagte der SPÖ-Chef.

Im bewaffneten Konflikt zwischen der israelischen Armee und radikalen Palästinensergruppen wurden seit Beginn am 8. mehr als 330 Menschen im Gazastreifen getötet. Auf israelischer Seite gab es bisher zwei Tote. Bisherige Vermittlungsversuche zwischen Israel und den radikal-islamischen Hamas scheiterten.  (APA, 19.7.2014)

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