Bilder aus dem Inneren der Costa Concordia

Ansichtssache19. Juli 2014, 16:57
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Gericht veröffentlichte Fotos von Begehung im Februar - Letzte Reise des Wracks beginnt am Dienstag

Giglio - Das Gericht im italienischen Grosseto veröffentlichte am Samstag Aufnahmen aus dem Inneren des havarierten Kreuzfahrtschiffes Costa Concordia. Die Fotos wurden bei einer polizeilichen Begehung am 27. Februar 2014 geschossen und nach der nunmehrigen Schließung des Akts freigegeben.

Abtransport soll vier Tage dauern

Kommenden Dienstag soll das Wrack von der italienischen Insel Giglio abtransportiert werden. Anders als ursprünglich geplant wird die Aktion nicht am Montag, sondern erst tags darauf um 8.30 Uhr beginnen. Der Beschluss wurde aufgrund der jüngsten Wetterprognosen gefällt, sagte Italiens Zivilschutzchef Franco Gabrielli am Samstag bei einer Pressekonferenz auf Giglio.

Vier bis sechs Stunden lang werden am Dienstag die Vorbereitungen für den Abtransport dauern, berichtete Gabrielli. Vier Schlepper - zwei am Bug und zwei am Heck - werden die Costa Concordia vorbei an der französischen Insel Korsika nach Genua bringen. Der Transport wird vier Tage in Anspruch nehmen.

Für die Fahrt soll der Kreuzfahrtriese einen Tiefgang von etwa 17,5 Metern haben. Die Costa Concordia wird die 350 Kilometer lange Strecke bis nach Genua bei einer Geschwindigkeit von zwei Knoten (rund 3,7 Kilometer pro Stunde) hinter sich bringen.

Verschrottung bis 2016

Das Verschrotten im Hafen von Genua wird voraussichtlich 22 Monate dauern. Rund 1.000 Beschäftigte werden an der Zerlegung des Schiffs arbeiten. Der Auftrag zum Abwracken ging an ein Konsortium der Ölfirma Saipem und der genuesischen Unternehmen Mariotti und San Giorgio. Die Zerlegung der Costa Concordia wird die Reederei Costa Crociere, Betreiberin des Schiffes, rund 100 Millionen Euro kosten.

Das Kreuzfahrtschiff war am 13. Jänner 2012 mit mehr als 4.200 Menschen an Bord vor der Insel Giglio auf Grund gelaufen, 32 Menschen starben. Die Reederei Costa Crociere, die zum US-Kreuzfahrtriesen Carnival gehört, hat ihre Mitverantwortung eingestanden, da mehrere Angestellte des Unternehmens für die Havarie verantwortlich gemacht werden. (APA/red, derStandard.at, 19.7.2014)

foto: reuters/carabinieri police/handout
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