Espirito-Santo-Gruppe beantragt Insolvenzverfahren

19. Juli 2014, 11:23
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Schritt war in Wirtschaftskreisen erwartet worden 

Lissabon - Die portugiesische Unternehmensgruppe Espirito Santo International (ESI) hat die Einleitung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Sie bildet einen Teil der Gruppe GES (Grupo Espirito Santo), die mit 20 Prozent an der kriselnden Großbank BES (Banco Espirito Santo) beteiligt ist. Die ESI räumte in ihrem Antrag ein, dass sie ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen könne.

Wie die staatliche Nachrichtenagentur Lusa in der Nacht auf Samstag berichtete, reichte die Gruppe das Gesuch in Luxemburg ein, wo sie ihren Sitz hat. "Ein solches Verfahren ermöglicht es, die Interessen der Gläubiger in transparenter und geordneter Weise unter der Aufsicht der Gerichte zu verteidigen", begründete die ESI ihren Antrag. Ein solcher Schritt war in Wirtschaftskreisen erwartet worden, nachdem die - zu der Gruppe gehörende - Investmentgesellschaft RioForte Anfang der Woche fällige Verbindlichkeiten bei Portugal Telecom in Höhe von 847 Millionen Euro nicht bedienen konnte.

Die portugiesische Zentralbank ist seit Wochen bemüht, das Geldhaus BES von den Turbulenzen abzuschirmen, die das Firmenimperium der Espirito-Santo-Gründerfamilie erfasst hatten. Die BES, Portugals bedeutendste Privatbank, versicherte, über ausreichende Rücklagen zu verfügen, um eventuelle Kreditausfälle aufzufangen. (APA, 19.7.2014)

  • Die ESI räumte in ihrem Antrag ein, dass sie ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen könne.
    foto: apa/epa/mario cruz

    Die ESI räumte in ihrem Antrag ein, dass sie ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen könne.

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