Spanien und Großbritannien streiten weiter um Gibraltar

18. Juli 2014, 17:34
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Zwei Handelsschiffe zum Abdrehen gezwungen

Madrid/Gibraltar - Der britisch-spanische Streit um Gibraltar hat neue diplomatische Spannungen zwischen London und Madrid ausgelöst. Das spanische Außenministerium äußerte sich am Freitag beim britischen Botschafter Simon Manley verärgert über das Vorgehen der Briten. Zuvor hatte London den spanischen Botschafter Federico Trillo ins britische Außenministerium zitiert.

In dem jüngsten Zwist geht es darum, dass ein Patrouillen-Boot der spanischen Kriegsmarine in der Nähe des Hafens von Gibraltar zwei Handelsschiffe zum Abdrehen gezwungen hatte. Madrid beharrte darauf, dass die Schiffe sich in spanischen Hoheitsgewässern befunden hätten. Nach Londoner Darstellung ereigneten sich die Zwischenfälle in internationalen Gewässern.

Botschafter fünfmal ins Ministerium zitiert

Madrid war besonders verärgert darüber, dass sein Botschafter wegen Streitigkeiten um Gibraltar bereits zum fünften Mal ins Londoner Außenministerium zitierte wurde. "Die Einbestellung eines Botschafters ist ein sehr ernsthafter Vorgang. Darauf sollte nur in besonders schwerwiegenden Situationen zurückgegriffen werden", betonte das spanische Außenministerium.

Der im Süden der Iberischen Halbinsel gelegene Felsvorsprung von Gibraltar (30.000 Einwohner) gehört seit mehr als 300 Jahren zu Großbritannien, wird aber von Spanien beansprucht. (APA, 18.7.2014)

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