Admira mit weißer Weste gegen den WAC

18. Juli 2014, 16:39
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Südstädter gehen ohne Sorgen in die neue Saison und wollen die turbulenten Zeiten hinter sich lassen. Kärntner suchen den frühen Klassenerhalt. 

Die Admira startet unter ungewohnten Vorzeichen in die neue Saison der Fußball-Bundesliga. Kein Punkteabzug, keine Lizenzsorgen und keine Trainerdiskussion: Die Ausgangslage der Südstädter präsentierte sich vor dem Startschuss gegen den Wolfsberger AC am Samstag (19.00 Uhr) entspannt. "Es tut gut, in die Saison zu gehen und keine 'Wickel' zu haben", meinte Cheftrainer Walter Knaller.

Für sein Team steht auch heuer wieder der Verbleib in der Liga an vorderster Stelle. In der Vorsaison wurde dieser schlussendlich trotz Sanktionen vonseiten der Liga erreicht. Ohne Fünf-Punkte-Abzug wäre die Admira zum Abschluss auf Rang sieben gelegen - und damit einen Zähler vor dem WAC. Die Kärntner wollen sich in der neuen Spielzeit ihrerseits aber ebenfalls verbessert zeigen.

Klein, aber verbessert

"Nach dem ersten Viertel will ich wissen, dass wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben", sagte Trainer Dietmar Kühbauer vor dem Liga-Start. Der ehemalige Admira-Coach sieht seine Mannschaft gut verstärkt, auch wenn die Personaldecke vor allem in der Offensive dünn ist. Mit dem Brasilianer Silvio und dem Slowenen Tadej Trdina stehen nur zwei echte Stürmer im Kader.

"Wir haben den kleinsten Kader, aber wir haben uns fußballerisch verbessert. Wir wissen aber, dass es mit Verletzungen schwierig werden kann", betonte Kühbauer. Ihm fehlt zum Start neben dem angeschlagenen Manuel Kerhe auch die Neuzugänge Peter Tschernegg (nach Kreuzbandriss) und Manuel Seidl (im Aufbautraining nach Kreuzbandriss). Im Mittelfeld soll der ehemalige Sturm-Akteur Manuel Weber den Abgang von Michele Polverino wettmachen.

Neu und interessant

Bei der Admira gab es im Sommer ebenfalls einen prominenten Abgang zu vermelden. Regisseur Stefan Schwab verließ den Verein Richtung Hütteldorf, kompensiert werden soll dies im Verbund. "Wir haben mit Knasmüllner, Bajrami und Egho interessante Spieler dazubekommen, die sehr weit sind", meinte Knaller. Für den 56-Jährigen ist deshalb klar: "Es ist zu erwarten, dass wir besser starten als vergangene Saison."

Dies scheint machbar. Die Admira begann unter Toni Polster vor einem Jahr mit drei Niederlagen. Erst mit dessen Nachfolger Oliver Lederer, der aufgrund fehlender Trainerlizenz nun als Co-Trainer von Knaller arbeitet, gelang der Aufschwung. "Wir konnten uns jetzt in Ruhe vorbereiten, die Mannschaft ist eingespielter. Wir sind zuversichtlich", strahlte Knaller Optimismus aus.

Auf einen Auftaktsieg in der Bundesliga wartet die Admira, die auf die Verletzten Daniel Toth und Benjamin Sulimani verzichten muss, schön länger. In den letzten sechs Saisonen in der höchstens Spielklasse ging der Startschuss jeweils schief. Für den WAC geht es darum, gegen den Konkurrenten wieder einmal voll anzuschreiben. Die jüngsten drei Duelle gingen allesamt an die Admira. (APA, 18.07.2014)

Technische Daten und mögliche Aufstellungen:

FC Admira Wacker Mödling - Wolfsberger AC (Samstag, 19.00 Uhr, Maria Enzersdorf, BSFZ Arena, SR Schüttengruber). Saisonergebnisse 2013/14: 1:3 (a), 3:0 (h), 3:2 (a), 1:0 (h).

Admira: Kuttin - Zwierschitz, Schößwendter/Ebner, Windbichler, Wessely - Auer, Lackner - Schick, Thürauer, Domoraud - R. Schicker

Ersatz: Leitner - Posch, Katzer, T. Weber, Bajrami, Knasmüllner, Burusic, Egho, Ouedraogo

Es fehlen: Toth (nach Leisten-OP), Sulimani (verletzt)

Fraglich: Schößwendter (Fingerverletzung)

WAC: Dobnik - Standfest, Rnic, Sollbauer, Palla - Seebacher, Hüttenbrenner, Weber, Jacobo - P. Zulj, Trdina

Ersatz: Kofler - Drescher, Baldauf, M. Berger, Putsche, Schwendinger, Wernitznig, Silvio

Es fehlen: Kerhe (Achillessehnenprobleme), Tschernegg (nach Kreuzbandriss), Seidl (im Aufbautraining)

  • Sorgenfreie Admira.
    foto: apa/punz

    Sorgenfreie Admira.

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