EU-Projekt: Website für Georg Trakl

18. Juli 2014, 11:55
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Zum 100. Todesjahr des Dichters leitet "Salzburg-Research" Interessierte per QR-Code zu den Gedenkstätten

Salzburg . Die Salzburg Research versucht, den Salzburger Dichter Georg Trakl (1887-1914) touristisch und literarisch zu positionieren. Abseits von Highlights wie Mozart oder Sound of Music sollen Interessierte jetzt per QR-Code auf eine Homepage, dann weiter zu Videos und Büchern des Dichters und nicht zuletzt zu Gedenkstätten in der Stadt gelotst werden.

Finanziert wird die Trakl-Website mit Geld der EU, die im Rahmen des Projektes "CreativeCH" (Creative Cooperation in Cultural Heritage) insgesamt 365.000 Euro zur Verfügung gestellt hat. Damit wurden unter anderem einzelne Stationen und Hinweise auf den Salzburger Dichter Georg Trakl auf einer interaktiven Stadtkarte digital verortet und mit Hintergrundinformation zum Dichter und seinem Werk multimedial angereichert. Mitmachen sei, so eine Aussendung von Salzburg Research, explizit erwünscht.

Jugend in Salzburg

Georg Trakl (1887-1914) verbrachte Kindheit und Jugend in Salzburg. In der ehemaligen Apotheke "Zum weißen Engel" in der Linzergasse ging Trakl in die Lehre. An der Fassade zeugt eine Tafel mit dem Gedicht "Im Dunkel" von der Verfassung des unglücklichen Poeten. Auch im St. Peters-Friedhof, an der evangelischen Christuskirche, im Mirabellgarten und an zahlreichen anderen Orten gibt es Spuren zu entdecken. Mit dem Gedicht "Die Schöne Stadt" hat Trakl Eindrücke verarbeitet, die er vom Fenster seines Kabinetts im Wohnhaus am Mozartplatz aus aufnehmen konnte. Allerdings werden Leben und Werk des Dichter sowohl von Einheimischen wie Touristen vielfach ignoriert.

Im Rahmen der Festspieleröffnung am 19. Juli 2014 finden Lesungen und sieben Trakl-Stadtführungen statt. In zahlreichen Buchhandlungen und bei den einzelnen Gedichttafeln liegen Trakl-Lesezeichen mit dem QR-Code als Link zum virtuellen Trakl-Rundgang auf.

Auch die Salzburger Festspiele beschäftigen sich mit Georg Trakl. So hat Büchnerpreisträger Walter Kappacher das Theaterstück "Abschied" geschrieben, das im Rahmen des "Young Directors Project" uraufgeführt werden wird. Auch der Autor Walter Müller hat einen Theatertext "Mutter.Trakl" geschrieben, der am Todestag des Dichters Anfang November im Schauspielhaus erstmals aufgeführt werden soll. (APA, 18.7.2014)

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