Team Stronach: Vetter fordert Rückzug von Frank Stronach

18. Juli 2014, 10:31
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Stellvertretender Klubchef: Partei leidet an "politischer Inkonsequenz"

Wien - Der Team-Stronach-Abgeordnete und stellvertretende Klubobmann Georg Vetter fordert den Rückzug von Parteichef Frank Stronach: "Es ist seine Partei, sein Kind, wenn er ihm eine Zukunft geben will, muss er es auslassen", sagte Vetter den "Salzburger Nachrichten" vom Freitag. Auch am inhaltlichen Kurs übt Vetter Kritik.

Aus der Partei ist seit längerem Unmut darüber zu hören, dass Stronach sich nicht formal zurückzieht und außerdem der Partei nicht die Darlehen in Höhe von neun bis zehn Millionen Euro erlässt. Das Team Stronach "leidet an zweierlei: an der historischen Dominanz des Parteigründers und an politischer Inkonsequenz", schrieb nun Vetter in einem Gastkommentar für den Blog andreas-unterberger.at. "Frank Stronach ist nach wie vor Parteichef und meldet sich sporadisch zu Wort. So kann man auf Dauer nicht reüssieren." Außerdem stehe Stronach der Demokratisierung der Partei im Weg.

Vetter: Partei agiert populistisch

Inhaltlich ist Vetter ebenfalls nicht zufrieden: "Aus Angst, als Milliardärspartei abgestempelt zu werden, läuft der innerparteiliche Mainstream Richtung Boulevard", die Partei agiere populistisch. "Wenn das Team Stronach den sozialdemokratischen Boulevard-Kurs fortsetzt, ist es überflüssig." Wolle Stronach der Partei eine Zukunft geben, müsse er auf das Darlehen verzichten, ein Startkapital zur Verfügung stellen und "sich selbst zurückziehen", fordert Vetter.

Aus der Partei oder dem Nationalrat zurückziehen will er sich wegen seiner Kritik aber nicht, wie Vetter den "SN" sagte. (APA, 18.7.2014)

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