Viele AIDS-Aktivisten an Bord der Boeing

18. Juli 2014, 07:55
131 Postings

298 Personen befanden sich an Bord von MH 017, 108 von ihnen waren auf dem Weg zu einer internationalen Konferenz in Australien

Melbourne/Amsterdam - An Bord der über der Ostukraine mutmaßlich abgeschossenen Boeing der Malaysia Airlines sind zahlreiche AIDS-Aktivisten gewesen. Sie waren auf dem Weg zum Welt-AIDS-Kongress im australischen Melbourne, teilte die International AIDS Society mit. Es sei davon auszugehen, dass von den 283 Passagieren des Flugs MH 017 insgesamt 108 Delegierte und deren Familienangehörige gewesen seien.

Eine vollständige Passagierliste gab es vorerst nicht. Ein Vertreter der Fluggesellschaft Malaysia Airlines teilte aber mit, dass sich unter den 298 Insassen des Fluges von Amsterdam nach Kuala Lumpur 189 Niederländer, 28 Australier und vier Deutsche befanden. Unter den Opfern waren außerdem 29 Malaysier, zwölf Indonesier, neun Briten, vier Belgier, drei Philippiner, ein Kanadier und ein Neuseeländer.

Der Chef des UN-AIDS-Programms, Michel Sidibe, schrieb am Freitag auf Twitter, dass "viele Passagiere" auf dem Weg zu der Konferenz gewesen seien. Seine "Gedanken und Gebete" seien bei den Familien der Insassen. Die Internationale AIDS-Stiftung bestätigte in einer Erklärung, dass "etliche unserer Kollegen und Freunde" in dem Flugzeug saßen.

Auch Ex-Präsident der AIDS-Stiftung an Bord

An Bord der Maschine war offenbar auch der niederländische AIDS-Forscher und frühere Präsident der Internationalen AIDS-Stiftung, Joep Lange. Die australische AIDS-Stiftung erklärte bei Twitter, es gebe Berichte, wonach Lange und weitere Wissenschafter bei dem Flugzeugabsturz gestorben seien. Ähnlich äußerte sich der US-AIDS-Aktivist Gregg Gonsalves.

Bei der 20. Welt-AIDS-Konferenz, die am Sonntag in Melbourne beginnt, werden 12.000 Teilnehmer die jüngsten Forschungsergebnisse und Entwicklungen um den tödlichen HI-Virus diskutieren. (APA/dpa, 18.7.2014)

Share if you care.