Zweitligist St. Pölten schrammt an Remis bei Plowdiw vorbei

17. Juli 2014, 20:46
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1:2-Niederlage im Hinspiel der zweiten EL-Qualifikationsrunde

Burgas - Die Europacup-Premiere des SKN St. Pölten ist misslungen. Der niederösterreichische Erste-Liga-Club verlor am Donnerstag das Zweitrunden-Qualifikations-Hinspiel zur Europa League auswärts gegen Botew Plowdiw mit 1:2 (0:1). Aufgrund des Auswärtstores ist für die Gager-Truppe aber noch alles möglich, im Rückspiel am 24. Juli (21.05 Uhr) in der NV-Arena würde ein 1:0-Sieg für den Aufstieg reichen.

Die Entscheidung vor rund 4.000 Zuschauern im Lazur-Stadion in Burgas, in dem die Partie stattfand, da Plowdiws Heimstadion renoviert wird, fiel erst in Minute 86 durch Tschuntschukow. Der starke Kapitän Zwetkow hatte den bulgarischen Cup-Finalisten via Elfmeter in Führung geschossen (39.), Segovia per Kopf den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt (55.).

St. Pölten fängt sich

Die St. Pöltner starteten im Lazur-Stadion in Burgas sehr nervös in ihr erstes Europacup-Match in der Vereinsgeschichte und hatten Glück, dass zwei Heber aus bester Position von Plowdiw-Kapitän Zwetkow (6.) und Tschuntschukow (24.) das Tor verfehlten. Zudem drehte St.-Pölten-Goalie Kostner einen Hristow-Flankenversuch über die Latte (10.).

Mit Fortdauer der ersten Hälfte fanden die Niederösterreicher aber besser in die Partie, trauten sich auch mehr zu. Bei der besten Chance der Gäste, einem Segovia-Kopfball nach Holzmann-Freistoß, war Plowdiw-Goalie Stachowiak mit einer Glanzparade zur Stelle (32.). Der Tormann der Bulgaren war auch bei einem Schuss von Hofbauer (37.), der zuvor schon das Außennetz getroffen hatte (16.), auf dem Posten.

Hofbauer war quasi im Gegenzug auch auf der anderen Seite im Fokus, leitete mit einem leichten Foul an Ognjanow im Strafraum das 0:1 ein. Zwetkow ließ sich die Chance vom Punkt nicht entgehen, verwertete souverän (39.). Beinahe hätte Hristow mit einem Weitschuss ins Außennetz noch auf 2:0 erhöht (44.).

St. Pölten drückt

Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Gäste deutlich aggressiver und ambitionierter. Fünf Minuten nachdem Zwetkow die Chance auf Treffer Nummer zwei ausgelassen hatte, war Segovia per Kopf erfolgreich. Der Neo-St.-Pölten-Stürmer köpfelte nach Hartl-Idealflanke ein (55.). Mit dem ersten Europacup-Treffer überhaupt im Rücken spielte es sich für die Gager-Truppe leichter.

Dem Siegtreffer aber waren die Bulgaren näher. Kostner konnte sich bei einem Zwetkow-Abschluss mit einer Fußabwehr auszeichnen (65.). Kurios wurde es in Minute 69. Der italienische Schiedsrichter Marco Guida übersah ein klares Handspiel von Tschuntschukow, woraufhin Zwetkow traf. Die Bulgaren jubelten, der Treffer wurde nach Rücksprache mit dem Assistenten aber völlig zurecht doch nicht gegeben. Plowdiws erst seit Montag amtierender Trainer Welislaw Wuzow ärgerte sich lautstark und musste auf die Tribüne.

St. Pölten weint

Der finanziell arg gebeutelte zweifache bulgarische Meister durfte am Ende aber doch noch jubeln. Nach Ognjanow-Vorarbeit schoss Tschuntschukow im Strafraum zum 2:1-Endstand ein (86.). Die Bulgaren behielten damit wie in einem Testspiel Mitte Juni (4:2) die Oberhand. Vor dem Rückspiel starten die St. Pöltener am Montag zu Hause gegen Horn noch in die Erste-Liga-Saison. (APA, 17.7.2014)

Europa-League-Quali, 2. Runde, Donnerstag

Botew Plowdiw - SKN St. Pölten 2:1 (1:0)
Burgas, Lazur-Stadion, SR Marco Guida (ITA)

Torfolge:
1:0 (39.) Zwetkow (Foul-Elfmeter)
1:1 (55.) Segovia
2:1 (86.) Tschuntschukow

Plowdiw: Stachowiak - Hristow, Luchin, Benga, Filipow - Jirsak - Curtean (64. Gamakow), Zwetkow, Wasew (76. Marin/92. Yusein), Ognjanow - Tschuntschukow

St. Pölten: Kostner - Grasegger, Huber, Wisio, Holzmann - Ambichl, Parada, Hofbauer (87. Schibany), Kerschbaumer, Hartl (74. Stec) - Segovia (77. Noel)

Gelbe Karten: Ognjanow bzw. Hofbauer, Holzmann, Parada

  • Stimme: 

Hebert Gager (St.-Pölten-Trainer): "Nach anfänglicher Nervosität vor allem in den ersten zehn Minuten haben wir immer besser ins Spiel gefunden. Ich bin mit der Leistung zufrieden. Bei einem 1:1 wäre die Ausgangslage auch nicht viel anders gewesen."

  • So viel hat Kerschbaumer & Co nicht zum ersten Europapokal-Punkt gefehlt. Die Ausgangslage ist nicht schlecht.
    foto: apa

    So viel hat Kerschbaumer & Co nicht zum ersten Europapokal-Punkt gefehlt. Die Ausgangslage ist nicht schlecht.

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