Genügend Brot für ein paar Milliarden Menschen mehr

17. Juli 2014, 21:13
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"Science" veröffentlicht Studien zum Weizengenom und zur Vereinbarkeit von Erntesteigerungen und Ökologie

München/Washington – Gleich vier Studien widmen sich in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "Science" der Entschlüsselung des überraschend komplexen Erbguts von Brotweizen. Die noch nicht vollständig abgeschlossene Genomsequenzierung soll helfen, das genetische Potenzial dieser eminent wichtigen Nahrungspflanze künftig besser auszuschöpfen - sei es durch ertragreichere neue Kreuzungen, sei es durch Gentechnik.

Parallel dazu veröffentlichte "Science" eine Arbeit über die Vereinbarkeit von gesteigerten Erträgen und Rücksichtnahme auf die Umwelt. Beides lässt sich unter einen Hut bringen, so der Befund US-amerikanischer Forscher um Erstautor Paul West von der Universität Minnesota. Besseres Ressourcenmanagement in einigen als "Dreh- und Angelpunkte“ bezeichneten Ländern wie den USA, Indien und China hätte erhebliche Auswirkungen auf die globale Kalorienbilanz.

Eine der herausragenden Zahlen dieser unter anderem auf FAO-Daten basierenden Metastudie: Würde der aktuelle Anbau von Feldfrüchten für Biotreibstoffe und Viehfutter stattdessen in die Direktproduktion vegetarischer Nahrungsmittel fließen, reichten die gewonnenen Kalorien für weitere vier Milliarden Menschen aus. (jdo, DER STANDARD, 18. 7. 2014)

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