Sattelt die Pferde, wir reiten nach Mexiko

17. Juli 2014, 18:24
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Der Fiat Panda Cross zielt auf eine Klientel, die einen wirklich kleinen Geländewagen sucht

Vor zehn Jahren lud der damalige österreichische Fiat-Boss Herbert Demel zum Geländetest in ein steiniges Bachbett nahe Pisa. Die neue 4x4-Version der zweiten Panda-Generation stand am Start. Der wendige, kompakte Kleine bestand bravourös die schwierigen Passagen mit Schlamm und Steinen. Positive Erinnerungen an seinen Vorgänger kamen auf, noch heute schwören Tiroler Bauern auf seine Qualitäten: Das Steyr-Puch-Allradsystem war Klasse.

Am diesjährigen Genfer Salon zündete Fiat mit dem Panda Cross die nächste Evolutionsstufe. Zwei Motoren, ein Benziner (90 PS) und ein Diesel (80 PS), treiben den 3,68 Meter kurzen Parkfreund an, der mit Recht als vollwertiges Geländefahrzeug angesprochen werden will. Das elektronische Sperrdifferenzial (Hinterachse von Magna) gehörte schon zum bisherigen Offroadpaket, neu ist das Traktionsregelsystem Terrain Control, das laufende elektronische Eingriffe in die Funktionsweise des Allradantriebs erlaubt.

In der "Auto"-Stellung erfolgt die automatische Verteilung des Drehmoments zwischen Vorder- und Hinterachse. "Lock" bedeutet permanenten Allradantrieb, "Hill Descent" erleichtert Abfahrten im steilen Gelände ausgekuppelt mit fünf km/h. An Kotflügelverbreiterungen, neuen Stoßfängern, Unterfahrschutz mit Öffnungen und Abschleppösen erkennen Jäger und Winzer (der Panda passt genau zwischen die Reihen der Rebstöcke) einen neuen Partner.

Trotz 16,5 Zentimeter Bodenfreiheit kratze bei den Offroadtests das Gestein am Unterbodenschutz, und die Steigfähigkeit von 70 Prozent kostete Selbstüberwindung. Aufwändig die Innengestaltung - kein dürftiges Jagdhüttengefühl, sondern Klimaautomatik, Lederbezüge, Freisprechanlage und elegante Farben, wir sind ja in Italien. Auch im Wald ist also Komfort angesagt.

Der andere Cross, quasi der Designertyp, heißt Freemont. Allrad war bereits im Angebot, Fiat geht hier noch mehr in Richtung Hochwertigkeit. Zwei Diesel (140 PS und 170 PS) sorgen für Vortrieb, die Preise beginnen ab 37.350 €. (Peter Urbanek, DER STANDARD, 18.7.2014)

Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Die Teilnahme an internationalen Fahrzeug- und Technikpräsentationen erfolgt großteils auf Basis von Einladungen seitens der Automobilimporteure oder Hersteller. Diese stellen auch die hier zur Besprechung kommenden Testfahrzeuge zur Verfügung.

  • Man würde es kaum für möglich halten, was der kleine Panda als Cross  alles kann. Der trägt die Offroad-Attribute mit großer Berechtigung.  Beim Freemont Cross bleibt der Fokus eher auf Komfort.
    foto: werk

    Man würde es kaum für möglich halten, was der kleine Panda als Cross alles kann. Der trägt die Offroad-Attribute mit großer Berechtigung. Beim Freemont Cross bleibt der Fokus eher auf Komfort.

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