Howlin' Rain: Die wilden 1970er

17. Juli 2014, 17:42
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Die aus San Francisco stammende Band tritt am Sonntag in der Wiener Arena auf

Der Bandname wirkt leicht drogeninduziert: Howlin’ Rain. Um das Klischee auszureizen, wird die Herkunft der Band mit San Francisco festgelegt. Und dann die Bärte. Und die Orgel. Fehlt noch eine Adresse an der Haight Ashbury. Howlin’ Rain spielen eine scharfe Psychedelic-Musik mit einer Prägung, die sogar den Woodstock-Helden Carlos Santana umarmt. Zumindest, wenn dieser als Synonym für Latino-Rock herhalten darf. Dazu schmettert ein  Horn Grenzland-Themen wie die Jungs von Calexico. Was nach einem wilden Eintopf klingt, ist herrlich strukturiert und klar.

Das hat auch Rick Rubin so gesehen, auf dessen American Recordings Howlin’ Rain veröffentlichen. Touren mit den Queens of the Stone Age sollte man nicht unterschlagen, das Werk umfasst bisher fünf Alben, zurzeit ist die Band auf Europatour, am Sonntag ist sie in der Wiener Arena zu Gast. Die 1970er sind der Ausgangspunkt ihrer Musik, die Splitter von Soul und Heavy Rock verleihen Howlin‘ Rain ein heute relativ selten gewordenes Profil. Live, heißt es aus verlässlicher Quelle, geht dieser Regen in Richtung Sturm ab. Eine noch zu entdeckende Perle im Überangebot der Festivals zwischen Hintertupfing und Gramatneusiedl am Bodensee. (flu, DER STANDARD, 18.7.2014)

20.7. Arena Wien, 20.00

  • Howlin’ Rain werden live zum Sturm.
    foto: arena

    Howlin’ Rain werden live zum Sturm.


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