Schön bunt: Weltkrieg in Farbe

Ansichtssache17. Juli 2014, 16:51
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Die Monumentaldoku im National Geographic Channel bei Sky startet am Freitag in fünf Teilen

Wien – Kaiser Wilhelm beim Gassigehen mit Hund, Soldaten mit heruntergezogenen Hosen an der Latrine, serbische Miliz beim Freudentanz an der Front: Mehr als 5000 Stunden Filmmaterial gruben Louis Vaudeville und sein Team in Archiven weltweit aus. Entstanden ist die fünfstündige Monumentaldoku "Apokalypse Erster Weltkrieg", zu sehen am Freitag um 21.05 Uhr im National Geographic Channel bei Sky.

In Österreich recherchierten Vaudevilles Leute in Filmarchiv und Filmmuseum. Die Bilder wären unbearbeitet nicht herzeigbar gewesen, deshalb wurde in einem mehrstufigen Verfahren aufwändig eingefärbt und vertont. 500 Stunden Recherche, drei Jahre und 6,2 Millionen Euro verschlang die Produktion. Die Kosten hat Vaudeville eingespielt. "Apokalypse" hat sich in alle Welt verkauft. "Mehr als 300 Millionen sahen die Doku", sagt Vaudeville, der Donnerstag für Sky in Wien zu Gast war.

Besonders junge Zielgruppe habe sich angesprochen gefühlt. Die Zuschauer erwartet ein beeindruckend buntes Spektakel, das auf chronologische Erzählstruktur setzt, aber durch allzu viel Pathos in Hintergrundkommentar und Musik verliert. Weitere Apokalypsen sind bereits in Arbeit: Stalin und Vietnamkrieg folgen. (prie, DER STANDARD, 18.07.2014)

foto: sky

Ganz rechts (wie sollte es auch anders sein) soll auf diesem Bild Adolf Hitler zu sehen sein. Die doch sehr unterschiedliche Bildqualität, in der Hitler und seine übrigen Kameraden zu sehen sind, lässt hier zumindest einige Fragen offen.

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