Nach Zentralmatura-Panne: Interimistische Bifie-Leitung fixiert

17. Juli 2014, 11:52
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Bifie-Forscherin Claudia Schreiner leitet den Standort Salzburg, Jürgen Horschinegg aus dem Bildungsministerium übernimmt in Wien

Wien - Das Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) bekommt mit 1. August eine neue Leitung: Claudia Schreiner, derzeit Leiterin des Departments Bildungsstandards und Internationale Assessments des Bifie, und Jürgen Horschinegg aus dem Bildungsministerium werden bis zur Einsetzung eines neuen regulären Direktoriums das Institut leiten, gab das Bildungsministerium am Donnerstag bekannt.

Die beiden kämen "aus dem System und kennen das Bifie sowie die Herausforderungen der Bifie-Reform sehr gut", erklärte das Ministerium in einer schriftlichen Stellungnahme. Schreiner wird den Standort Salzburg leiten, der für Bildungsstandards und internationale Leistungsstudien wie PISA zuständig ist. Horschinegg, derzeit im Ministerium Leiter der Abteilung für Strategie und Qualitätsentwicklung in der Berufsbildung, übernimmt den Wiener Standort mit Fokus auf die Zentralmatura.

Reform des Instituts geplant

Die beiden übernehmen das Amt von Martin Netzer und Christian Wiesner, die nach etwas mehr als einem Jahr die Bifie-Leitung mit Ende Juli zurücklegen mussten. Die Probleme bei der Generalprobe zur Zentralmatura hatten sie ihre Jobs gekostet. Deren einvernehmliche Vertragsauflösung wurde am 14. Juli vom Aufsichtsrat beschlossen, beide nehmen ihr Rückkehrrecht wahr: Netzer geht zurück ins Ministerium, Wiesner ins Bifie.

Der Vertrag von Schreiner und Horschineg läuft bis 30. Juni 2015, längstens aber bis zur Findung einer neuen fixen Leitung des Bifie. Derzeit arbeitet das Ministerium neben einer Reform des Bildungsinstituts an einer Neufassung des Bifie-Gesetzes, die im Lauf des kommenden Jahres vorliegen soll. Wegen des noch geltenden Gesetzes war es auch nicht möglich, nur einen interimistischen Leiter zu benennen. (APA, 17.7.2014)

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