VKI klagte erfolgreich gegen Lyoness 

17. Juli 2014, 11:19
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Ermittlungen der Wirtschafts-und Korruptionsstaatsanwaltschaft dauern an

Wien - Die mit strafrechtlichen Vorwürfen konfrontierte Grazer Einkaufsgemeinschaft Lyoness hat am Handelsgericht Wien eine Niederlage gegen den Verein für Konsumenteninformation (VKI) einstecken müssen. Der VKI klagte im Namen eines Kunden, der mit Lyoness unzufrieden war und Geld zurück wollte, was die Firma verweigerte. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

"Das Handelsgericht Wien schätzte den Kauf von Warengutscheinen durch eine 'Businesskundin' als Verbrauchergeschäft ein. Sie trat daher zu Recht nach dem Konsumentenschutzgesetz vom Internetkauf zurück", so der VKI am Donnerstag in einer Aussendung. Eine weitere Verbandsklage gegen mehr als 60 Klauseln von Lyoness sei in erster Instanz am HG Wien anhängig.

Zu den Ermittlungen der Wirtschafts-und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) wegen des Verdachts auf Betrug und Pyramidenspiel hieß es heute auf APA-Anfrage, dass diese noch im Laufen seien. Man warte auf Unterlagen von Tochterunternehmen. Das Unternehmen hat die Vorwürfe stets vehement zurückgewiesen. Man sei "auf jeden Fall zuversichtlich", dass die Ermittlungen bald eingestellt würden, hieß es zuletzt.

Kernstück des Lyoness-Geschäftsmodells ist die sogenannte Cashback Card, mit der Endkunden Rabatte bekommen, wenn sie bei bestimmten Geschäften einkaufen. Partnerfirmen wiederum verspricht Lyoness eine stärkere Kundenbindung. Lyoness beschäftigt rund 1.000 Mitarbeiter und ist in 45 Ländern vertreten. (APA, 17.7.2014)

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