Dutzende Tote durch Taifun Rammasun auf den Philippinen

17. Juli 2014, 08:25
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Mehrere Vermisste durch den stärksten Sturm der bisherigen Saison

Manila - Taifun "Rammasun" ist über die Philippinen hinweggezogen und hat Dutzende Tote gefordert. Die genaue Zahl der Opfer und das Ausmaß der Zerstörungen war am Tag danach noch unklar: Aus einigen Regionen gebe es wegen unterbrochener Strom- und Telefonleitungen noch keine Schadensberichte, sagte eine Sprechern der Behörde für Katastrophenschutz am Donnerstag.

Durch das Unwetter mit Sturmfluten, Starkregen und heftigen Sturmböen kamen wohl mindestens 40 Menschen ums Leben. 17 Menschen wurden verletzt, mindestens vier galten zunächst noch als vermisst. Der Leiter des Katastrophenmanagements, Alexander Pama, äußerte sich enttäuscht, dass trotz Massenevakuierungen und eindringlicher Aufforderungen an die Bevölkerung, sich zu Hause zu verbarrikadieren, so viele Menschen ums Leben kamen. "Wir müssen herausfinden, warum viele unserer Landsleute die Warnungen missachteten", sagte er. Nach Angaben seiner Behörde starben die meisten Opfer auf offener Straße durch umfallende Bäume, umherfliegende Trümmer oder einstürzende Mauern.

foto: reuters/romeo ranoco
Massive Schäden auf der Halbinsel Baseco compound, in der Metropolregion Manila.

Der Wirbelsturm zerstörte Zehntausende Häuser, beschädigte Brücken und löste Erdrutsche aus. Mehr als eine halbe Million Menschen suchten Schutz in Notunterkünften. "Rammasun" war der bisher stärkste Sturm in dieser Saison und hatte das Land zwei Tage lang im Griff.

Am Donnerstag waren in der Region um die Hauptstadt Manila rund zwei Millionen Menschen noch immer ohne Strom. Auch in den östlichen Provinzen sei die Stromversorgung unterbrochen, Millionen von Menschen seien davon betroffen, sagte Energieminister Jericho Patilla: "Es wurden etwa 1.500 Strommasten zerstört. Es wird Wochen dauern, alles zu reparieren." Der Elektrizitätskonzern Meralco rechnete damit, dass die Energieversorgung erst am Freitag komplett wiederhergestellt sein wird. In Bicol, einem verarmten ländlichen Gebiet im Osten der Philippinen, wo der Taifun zuerst auf Land traf, könnte es nach Regierungsangaben sogar noch bis Dienstag dauern, bis die mehr als fünf Millionen Einwohner wieder Strom haben.

Aber das Ausmaß der Verwüstung sei geringer als bei Taifun "Haiyan", fügte Patilla hinzu. "Damals mussten wir ganz von vorne anfangen." Im November 2013 hatte "Haiyan" auf den Philippinen mehr als 6.200 Menschen in den Tod gerissen. Taifun "Rammasun" hat das Gebiet der Philippinen in Richtung Vietnam verlassen, berichtete der Wetterdienst. Doch östlich der Region Mindanao wurde bereits ein neues Tiefdruckgebiet gemeldet. (APA, 17.7.2014)

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    grafik: apa
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