Bis an die Schmerzgrenze

Ansichtssache16. Juli 2014, 18:38
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Die 101. Auflage der Tour de France verlangte den Fahrern bisher alles ab und hat mit Chris Froome und Alberto Contador bereits seine beiden Topfavoriten verloren. Großer Profiteur war der Italiener Vincenzo Nibali, der sich anschickt die Frankreich-Rundfahrt erstmals zu gewinnen -11. Etappe an Gallopin

foto: apa/bouvy

Tour der Leiden: Die Frankreich-Rundfahrt birgt in diesem Jahr ein massives Sturzrisiko. Das musste auch Andrew Talansky (USA) vom Team Garmin-Sharp auf schmerzhafte Art und Weise erfahren. Vor allem die Tour-Favoriten erwiesen sich bisher als besonders anfällig.

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Allein auf weiter Flur: Nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Chris Froome (GBR) und Alberto Contador (ESP) gehen dem Italiener Vincenzo Nibali langsam die Konkurrenten um den Tour-Erfolg aus. Der 29-Jährige geht als großer Favorit auf den Gesamtsieg in die verbleibenden zwei Tour-Wochen.

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Von den Strapazen der Tour gezeichnet war Mitfavorit Alberto Contador bereits nach der fünften Etappe, die bei starkem Regen über die Bühne ging und den Fahrern alles abverlangte. Nach einem Sturz auf der zehnten Etappe war für den Spanier schließlich Endstation. Er musste die Rundfahrt vorzeitig beenden.

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Eine Fahrt ins Ungewisse erwartete die Fahrer während der zehnten Etappe von Mulhouse nach La Planche Des Belles Filles. Bei starkem Nebel galt es sechs Bergwertungen zu bewältigen.

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Auf der dritten Etappe von Cambridge nach London wurden die Fahrer von einer riesigen Menschenmasse in Empfang genommen. Die Tour de France erweist sich Jahr für Jahr als Zuschauermagnet.

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Mit Durchschnittsgeschwindigkeiten teilweise jenseits der 40 km/h absolvieren die Radsportler die Etappen der Tour de France. Bei diesem Tempo heißt es schon genau hinschauen, um einen Blick auf die Fahrer erhaschen zu können.

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So mancher Zuschauer machte es sich am Straßenrand gemütlich. Neben den sportlichen Leckerbissen waren diese beiden Herren auch kulinarisch versorgt.

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Auf der 11. Etappe am Mittwoch gelang dem Franzosen Tony Gallopin ein weiterer Coup gelungen. Der 26-Jährige ("Es ist unglaublich") triumphierte auf dem Teilstück von Besancon über 187,5 km nach Oyonnax wenige Meter vor einer größeren Gruppe mit allen Favoriten. Am Montag hatte der Außenseiter bereits für einen Tag das Gelbe Trikot getragen.

In der Gesamtwertung gab es keine größeren Veränderungen. Der Italiener Vincenzo Nibali führt weiterhin 2:23 Minuten vor dem Australier Richie Porte, Dritter ist der Spanier Alejandro Valverde (+2:47 Min.).  (best, derStandard.at, 16.07.2014)

Ergebnisse 11. Etappe: 1. Tony Gallopin (FRA) Lotto 4:25:45 Std. - 2. John Degenkolb (GER) Giant-Shimano - 3. Matteo Trentin (ITA) Omega Pharma-Quick Step - 4. Daniele Bennati (ITA) Saxo-Tinkoff - 5. Simon Gerrans (AUS) Orica - 6. Jose Rojas (ESP) Movistar - 7. Greg van Avermaet (BEL) BMC - 8. Samuel Dumoulin (FRA) AG2R - 9. Peter Sagan (SVK) Cannondale - 10. Kevin Reza (FRA) Europcar, alle gl. Zeit. Weiter: 119. Bernhard Eisel (AUT) Sky +18:25 Min.

Gesamtwertung: 1. Vincenzo Nibali (ITA) Astana 46:59:23 Std. - 2. Richie Porte (AUS) Sky +2:23 Min- - 3. Alejandro Valverde (ESP) Movicstar +2:47 - 4. Romain Bardet (FRA) 3:01 - 5. Gallopin 3:12 - 6. Thibaut Pinot (FRA) JFD 3:47 - 7. Tejay van Garderen (USA) BMC 3:56 - 8. Jean-Christophe Peraud (FRA) AG2R - 9. Bauke Mollema (NED) Belkin 4:08 - 10. Jurgen van den Broeck (BEL) Lotto 4:18. Weiter: 146. Eisel +1:58:32 Std.

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