Irakische Armee zog sich aus Tikrit zurück

16. Juli 2014, 14:00
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Sunnitische Extremisten setzten Heckenschützen und Granaten ein

Bagdad - Im Kampf gegen sunnitische Extremisten haben sich die irakischen Streitkräfte offenbar aus der Stadt Tikrit zurückgezogen. Die Armee sei auf heftigen Widerstand gestoßen, sagte ein Soldat am Mittwoch, der am Vortag an den Kämpfen beteiligt war. Die Regierungstruppen und mit ihnen verbündete schiitische Milizen wurden mit Granaten sowie von Heckenschützen beschossen, wie die Agentur Reuters erfuhr.

Demnach zogen sich die Einheiten zu einer Basis vier Kilometer weiter südlich zurück. Am Mittwoch lagen zunächst keine Berichte über Kämpfe vor.

Die Stadt Tikrit, die 160 Kilometer nördlich von Bagdad liegt, wurde im Juni von sunnitischen Aufständischen unter Führung der Gruppe Islamischer Staat eingenommen. Dort leben besonders viele Anhänger des langjährigen Machthabers Saddam Hussein, die sich mit den sunnitischen Extremisten verbündet haben, um gegen die von Schiiten geführte Regierung in Bagdad zu kämpfen. Saddams Geburtsort Auja südlich von Tikrit wurde Anfang Juli von der Armee zurückerobert. (APA, 16.7.2014)

  • Die irakische Armee soll bei ihrem Versuch Tikrit wieder einzunehmen, gescheitert sein. 
    foto: reuters/stringer iraq

    Die irakische Armee soll bei ihrem Versuch Tikrit wieder einzunehmen, gescheitert sein. 

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