Kritik an Schließtag in Gedenkstätte Mauthausen

16. Juli 2014, 12:55
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Einen Tag pro Woche gar nicht aufzusperren, sei in anderen KZ-Gedenkstätten undenkbar, sagt Opferverband

Wien/Linz - In der KZ-Gedenkstätte Mauthausen sollen ab September die Öffnungszeiten reduziert werden, kritisiert der Bund Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer/innen, Opfer des Faschismus und aktiver Antifaschist/inn/en am Mittwoch in einer Aussendung. Die Organisation verwies auf ein Schreiben des Innenministeriums, in dem über die Änderungen informiert wird. Das Ministerium wies die Kritik zurück

Schließtag in Auschwitz "undenkbar"

Konkret soll die Gedenkstätte in den Monaten November bis Februar sowie Juli bis Oktober montags geschlossen sein. Der stellvertretende Bundesvorsitzende und Wiener Landesvorsitzende Gerald Netzl zeigte sich darüber verärgert und befürchtet eine Verringerung der jährlichen Besucherzahlen. Schließtage etwa in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau wären "undenkbar", betonte Netzl.

Das Innenministerium wies gegenüber der APA die Kritik zurück. Über die generelle Neuorganisation habe man Ende Mai informiert, die Anpassung der Öffnungszeiten orientiere sich an den Erfahrungen mit der Besucherfrequenz. An den besuchsfreien Tagen werden Servicearbeiten durchgeführt, erklärte ein Sprecher. Insgesamt könne die Gedenkstätte weiterhin von allen ungehindert besucht werden.

Der Ministeriumssprecher verwies auch auf die neue Tarifordnung, die einen Gratiseintritt vorsieht. Kostenbeiträge werden nur für Zusatzleistungen wie etwa Audioguides eingehoben. Der Entfall der allgemeinen Eintrittsgebühr wird vom Opferverband in der Aussendung begrüßt. (APA, 16.7.2014)

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