Überblick: Interessante Einsteigersmartphones für unter 150 Euro

16. Juli 2014, 11:22
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Vom Moto E bis zum Wiko Cink Peax 2 und interessanten Import-Optionen

Es muss nicht immer ein Highend-Smartphone sein. Insbesondere für Menschen, die den Schritt vom einfachen Handy zur Kommunikationszentrale in der Hosentasche machen, empfiehlt sich ein Blick auf die Einstiegsklasse. Im Preisbereich von 150 Euro gibt es mittlerweile durchaus interessante Modelle. Wir stellen eine Auswahl aktuell verfügbarer Budget-Smartphones vor.

foto: samsung

Samsung Galaxy Core Plus

Im Oktober 2013 hat Samsung sein ohnehin riesiges Modellsortiment um das Galaxy Core Plus aufgestockt. Das Gerät bringt einen 4,3-Zoll-Bildschirm mit, der mit 800 x 480 Pixel auflöst. Darunter werkt eine 1,2-Ghz-Dualcore-CPU, die die wichtigsten Aufgaben des Alltags gut stemmen sollte. 768 MB RAM stehen dem Prozessor zur Seite. Mit vier GB ist der Onboardspeicher knapp bemessen, er kann aber via microSD-Slot aufgestockt werden. Das Handy läuft derzeit mit Android 4.2 und Samsungs Touchwiz-Oberfläche.

Die Grundbedürfnisse im Bereich Fotos und Videos erfüllt die rückseitige Kamera mit fünf Megapixel. Der Akku liegt mit einer Kapazität von 1.800 mAh auf dem üblichen Niveau dieser Größenklasse. Bei Videotelefonie muss man sich mit eher magerer VGA-Auflösung zufrieden geben. Erhältlich ist das Gerät ab etwa 130 Euro.

foto: motorola

Moto E

Motorolas Beitrag zur Einsteigerschiene ist das im Mai veröffentlichte Moto E. Auch dieses Handy bringt ein Display mit 4,3-Zoll-Diagonale mit, die Auflösung von 960 x 540 Pixel liegt aber etwas höher. Die Snapdragon-200-Plattform, auf der das Moto E aufbaut, bringt eine 1,2-Ghz-Dualcore-CPU mit, der Arbeitsspeicher beträgt einen GB. Auch das sollte für alltägliche Apps und einfache Games reichen. Vier GB umfasst der Gerätespeicher, der per microUSB erweitert werden kann. Vorinstalliert ist eine fast unveränderte Ausgabe von Android 4.4.

Die rückseitige Kamera des Budget-Motos löst mit fünf Megapixel auf, eine Frontkamera wurde ebenso wie ein LED-Blitz ausgespart. Dafür ist der Akku mit 1.980 mAh ordentlich bemessen. Rund 120 Euro kostet das Gerät, hier sei allerdings darauf hingewiesen, dass das in puncto Hardware deutlich überlegene Moto G ab 160 Euro zu haben ist.

foto: htc

HTC Desire 310

Auch der taiwanische Produzent HTC bedient das Budgetsegment mit dem Desire 310. Auf dem 4,5-Zoll-Display sammeln sich hier 854 x 480 Pixel, was eine eher niedrige Pixeldichte von 218 PPI ergibt. Als Plattform nutzt man Mediateks günstigen MT6582M-Quadcore (1,3 GHz), dem eigentümlicherweise allerdings nur 512 MB RAM zur Seite gestellt werden. Es läuft Android 4.2 mit HTCs Sense 5.1-Oberfläche auf dem Gerät.

Auch hier findet sich auf der Rückseite eine blitzlose 5-MP-Kamera. Auf der Vorderseite des Gehäuses liefert ein VGA-Modul grundsätzliche Kapazitäten für Selfies und Videotelefonie. Der Akku bringt eine Kapazität von 2.000 mAh mit. Zu haben ist das Smartphone ab etwa 130 Euro.

foto: acer

Acer Liquid Z5

Etwas größer legt es Acer mit dem Liquid Z5 an. Hier wurde ein Fünf-Zoll-Display verbaut, dessen Auflösung mit 854 x 480 Pixel (196 PPI) allerdings recht mager bemessen ist. Auch der Arbeitsspeicher des im Januar veröffentlichten Handys ist mit 512 MB knapp bemessen. In Kombination mit der Mediatek MT6572-Plattform (1,3 Ghz-Dualcore) deckt dieses Smartphone nur absolute Grundbedürfnisse wie Kommunikation und Websurfen ab. Der Systemspeicher beträgt vier GB und kann via microSD-Karte aufgestockt werden. Android 4.2 ist in fast unbehandelter Form vorinstalliert.

Mit einer 5-MP-Hauptkamera (nebst Blitz) und einer VGA-Kamera auf der Frontseite entspricht das Liquid Z5 zumindest in diesem Bereich dem Niveau seiner Konkurrenten. Auch die Akku.Kapazität von 2.000 mAh darf als ordentlich betrachtet werden. Zu haben ist das Handy ab rund 140 Euro.

foto: wiko

Wiko Cink Peax 2

Ein interessantes Angebot liefert auch der noch relativ unbekannte französische Hersteller Wiko mit seinem Modell Cink Peax 2. Es handelt sich um einen 4,5-Zöller mit 960 x 540 Pixel Auflösung, der eine Mediatek-Quadcore-CPU (MT6589) mit 1,2 Ghz-Taktung sowie einen GB Arbeitsspeicher mitbringt. Damit sollte das Handy auch etwas aufwändigere Apps und Spiele gut stemmen können. Vier GB beträgt der interne Speicher, auch hier gibt es einen microSD-Slot. Zudem ist das Cink Peax standardmäßig mit zwei SIM-Slots ausgerüstet. Vorinstalliert ist Android 4.1.

Die Hauptkamera bietet eine Auflösung von acht Megapixel nebst Blitz und überbietet die Konkurrenzmodelle damit zumindest hinsichtlich der Bildgröße. Auf der Frontseite findet sich eine Kamera mit zwei Megapixel. Der Akku ist mit 1.800 mAh etwas sparsamer bemessen. 140 Euro kostet das Gerät.

foto: nokia

Lumia 630

Auch Windows Phones gibt es mittlerweile für relativ wenig Geld. Bereits erhältlich ist etwa das Lumia 630 mit Windows Phone 8.1. Es bringt ein 4,5-Zoll-Display mit 854 x 480 Pixel mit. Als Plattform nutzt es Qualcomms Snapdragon-400 mit 1,2-Ghz-Quadcore-CPU, der allerdings nur 512 MB RAM zur Seite gestellt sind. Der Systemspeicher ist acht GB groß und kann per microSD-Karte aufgestockt werden.

Die rückseitige Kamera kommt ohne Blitz aus und liefert fünf Megapixel, eine Frontkamera gibt es nicht. Das Lumia 630 kostet 150 Euro.

foto: asus

Weitere Optionen

Darüber hinaus wird die Auswahl an potenziell tauglichen Einsteigersmartphones dünn, sofern man die Geräte im deutschsprachigen Raum beziehen möchte. Wer bereit ist, einen Import zu tätigen, kann sich etwa die Android-basierte Trooper-Reihe des britischen Herstellers Kazam näher ansehen, der einen Gratistausch des Displays verspricht, sollte es innerhalb des ersten Jahres brechen.

Mit dem Zenfone 5 hat außerdem Asus vor kurzem außerdem ebenfalls ein neues Smartphone im 150-Euro-Segment veröffentlicht, das mit einer Intel-Dualcore-Plattform läuft, ein Fünf-Zoll-Display mit 720p-Auflösung mitbringt und je nach Modell bis zu zwei GB RAM aufweist.

Dazu gibt es eine Reihe von chinesischen Geräten auf Basis von Mediatek-Chips, die im gleichen Preisbereich ebenfalls gute Performance bieten. Bei Asien-Importen können allerdings zollbedingt weitere Kosten anfallen, dazu gestaltet sich die Abwicklung von Garantiefällen wesentlich komplizierter.

Empfehlungen?

Welche Einsteigersmartphones fehlen Ihrer Meinung nach in der Liste? Welche Geräte würden Sie empfehlen? Posten Sie Ihre Tipps einfach als Kommentar unter dem Artikel. (gpi, derStandard.at, 16.07.2014)

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