Mammut-Stoßzahn als olmekische Opfergabe

16. Juli 2014, 11:09
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Forscher machen Entdeckung im mexikanischen Toluca-Tal

Toluca - Bei archäologischen Ausgrabungen in einer präkolumbischen Siedlung stießen Forscher in Zentralmexiko auf ein noch wesentlich älteres Objekt:  den Stoßzahn eines Mammuts. "Im Toluca-Tal haben wir bereits zuvor Überreste von Mammuts gefunden, aber es ist das erste Mal, dass wir sie in solch einer Opfergabe entdecken", sagte die Archäologin Maria del Carmen Carbajal Correa.

Das Elfenbein sei zwischen 1.000 und 400 vor unserer Zeitrechnung als Opfergabe im Fundament eines Gebäudes vergraben worden, teilte Mexikos Nationales Institut für Anthropologie und Geschichte (INAH) mit. Zu dieser Zeit war es allerdings bereits ein uraltes Relikt: In Nord- und Mittelamerika lebten außer dem bekannten Wollhaarmammut noch mehrere weitere - unbehaarte - Mammutarten, die letzten davon starben allerdings vor etwa 10.000 Jahren aus.

Neben dem Stoßzahn seien Keramiksplitter, Asche und verbrannte Samen entdeckt worden, berichtet das INAH. Der Fund stamme aus der vorklassischen Periode der Olmeken, als diese ihre ersten Gebäude aus Stein errichteten. Später wurde ihre Kultur von der der Maya verdrängt. (APA/red, derStandard.at, 16. 7. 2014)


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INAH

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