Japan: Künstlerin wegen Vagina-Selfie für 3D-Drucker verhaftet 

16. Juli 2014, 10:05
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Ihr drohen zwei Jahre Haft 

Der japanischen Künstlerin Megumi Igarashi drohen zwei Jahre Gefängnis oder eine hohe Geldstrafe. Grund dafür: Igarashi wollte ein Kajak bauen, dessen Form eine Abbildung von Igarashis Vagina sein sollte. Um diesen Plan in die Tat umzusetzen, sammelte die Künstlerin auf einer Crowdfunding-Seite Geld, anschließend benutzte sie einen 3D-Scanner –Drucker, um das Modell zu erstellen.

"Gesetze gegen Obszönität"

Wenig später wurde Igarashi in Tokio verhaftet: Ihr wird ein Verstoß gegen Japans "Gesetze gegen Obszönität“ vorgeworfen. Igarashi bestreitet laut Guardian, illegale Handlungen vorgenommen zu haben: Es handle sich nicht um Pornographie; sie habe die Bilder nicht verschickt, sondern nur für ihr Kajak benutzt:

ろくでなし子

Inkonsistente Gesetzgebung

Insgesamt hat Igarashi für ihr Projekt rund eine Million Yen (rund 7.200 Euro) gesammelt, ihr droht eine Strafe im doppelten Ausmaß oder sogar ein Gefängnisaufenthalt. Sympathisanten mit der Künstlerin weisen darauf hin, dass Japans Gesetzgebung inkonsistent sei und tendenziell Frauen benachteilige: So ist es laut Guardian nach wie vor erlaubt, Sex mit Kindern in pornographischen Comics, die fast nur von Männern gelesen werden, abzubilden. (red, derStandard.at, 16.7.2014)

Links:

Guardian

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    foto: screenshot/youtube
  • Artikelbild
    foto: igarashi
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