Ex-Mossad-Chef für Verhandlungen mit Hamas

15. Juli 2014, 23:33
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Halevy: IS-Milizen "strecken ihre Fühler nach dem Gazastreifen aus"

Jerusalem - Der ehemalige israelische Geheimdienstchef Efraim Halevy rät seiner Regierung zu Verhandlungen mit der in Gaza regierenden Hamas. "Die Hamas ist zweifellos eine sehr schlechte Option", sagte er dem US-Sender CNN. "Aber es gibt schlimmere Optionen als die Hamas." Die sunnitischen Milizen der IS (Islamischer Staat), die derzeit in Syrien und im Irak auf dem Vormarsch seien, "strecken ihre Fühler nach dem Gazastreifen aus", warnte Halevy.

Zwar sei es "politisch unbequem" zuzugeben, mit der Hamas zu verhandeln. Aber in Wahrheit sei das hinter den Kulissen in der Vergangenheit bereits geschehen. Dabei habe man einander zwar nicht direkt getroffen und habe nicht direkt miteinander gesprochen, am Ende sei aber Übereinstimmung erzielt worden, etwa über der Freilassung gekidnappter Soldaten.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu kündigte am Dienstag eine Ausweitung der Militäroperationen gegen Militante im Gazastreifen an. Eine Feuerpause war gescheitert. (APA, 15.7.2014)

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