BRICS-Staaten gründen eigene Entwicklungsbank

15. Juli 2014, 21:17
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Schwellenländer einigen sich auch auf Währungsfonds als Gegengewicht zu IWF und Weltbank

Fortaleza - Die Gruppe der aufstrebenden Schwellenländer (BRICS) hat eine eigene Entwicklungsbank gegründet. Die Bank mit einem Kapital von 50 Milliarden Dollar (etwa 37 Milliarden Euro) soll ihren Sitz in Schanghai haben, teilten die BRICS-Staaten Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika am Dienstag bei ihrem Gipfeltreffen im brasilianischen Fortaleza mit.

Indien soll demnach die erste Präsidentschaft der "Neue Entwicklungsbank" genannten Institution übernehmen. Finanzieren wollen die Staaten über die Bank vor allem Infrastrukturprojekte.

Auch Währungsfonds für Krisenfälle kommt

Die BRICS-Staaten einigten sich bei ihrem Gipfeltreffen außerdem auf die Einrichtung eines Währungsfonds für Krisenzeiten im Umfang von hundert Milliarden Dollar. Mit beiden Institutionen schafft die Staatengruppe ein Gegengewicht zu Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF), wo sie sich nicht ausreichend repräsentiert fühlt. Im IWF sollen die Schwellenländer über eine Neuverteilung der Stimmrechte mehr Einfluss erhalten, allerdings kommt diese Reform nur schleppend voran. (APA, 15.7.2014)

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