Britischer Geheimdienst manipuliert Online-Umfragen

15. Juli 2014, 18:55
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Online-Nutzerkonten gesperrt und E-Mails manipuliert

London - Im Internet ist eine Liste mit Arbeitsweisen des umstrittenen britischen Abhördienstes GCHQ veröffentlicht worden. So sollen die Briten unter anderem Meinungsumfragen im Internet manipulieren, Online-Nutzerkonten sperren und E-Mails manipulieren, berichtete die BBC am Montag.

Entsprechende Vorwürfe hatte am Montag bereits der Journalist Glenn Greenwald erhoben, der mit dem US-Whistleblower Edward Snowden zusammenarbeitet.

"Vorwurf unglaublich ernst"

"Der Vorwurf, dass GCHQ Umfragen manipuliert und damit politisches Geschehen beeinflusst und gestört hat, ist unglaublich ernst", sagte Emma Carr, Leiterin der Aktionsgruppe Big Brother Watch der BBC.

Dem britischen Sender zufolge soll der Geheimdienst unter Decknamen wie "Angry Pirate" oder "Birdstrike" verschiedene Abhör-Methoden detailliert aufgelistet haben. Mit dem Werkzeug "Changeling" sollen die Spione etwa die Möglichkeit haben, E-Mail-Adressen anzuzapfen und unter dem Namen des Opfers Texte zu verschicken.  (APA, 15.7.2014)

  • Der Geheimdienst GCHQ manipuliert Umfragen und Emailaccounts.
    foto: apa/epa

    Der Geheimdienst GCHQ manipuliert Umfragen und Emailaccounts.

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