Taifun "Rammasun" fegt über Philippinen: Mindestens 25 Tote

16. Juli 2014, 15:15
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Straßen verschüttet, Stadtteile unter Wasser, Stromausfälle - Fast eine halbe Million Menschen in die Flucht getrieben

Manila - Auf den Philippinen hat der bisher stärkste Taifun in diesem Jahr schwere Verwüstungen angerichtet. Der Tropensturm "Rammasun" zog am Mittwoch mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 185 Stundenkilometern über die Hauptstadt Manila hinweg. Nach Behördenangaben kamen mindestens 25 Menschen ums Leben. Fast eine halbe Million Menschen wurden in die Flucht getrieben.

Tausende Bäume und Strommasten knickten um, Straßen wurden verschüttet, und Millionen Menschen waren ohne Strom, wie der Katastrophenschutz berichtete. Einige der Opfer wurden von umstürzenden Bäumen und Wänden erschlagen, andere ertranken in angeschwollenen Flüssen. Dutzende Flüge und Fährfahrten wurden gestrichen, fast 6.000 Passagiere konnten ihre Reise nicht fortsetzen.

Öffentliches Leben kam zum Stillstand

In der Hauptstadt Manila mit zwölf Millionen Einwohnern kam das öffentliche Leben zum Stillstand. Küstennahe Stadtteile standen teils unter Wasser. Entwurzelte Bäume, umgerissene Straßenlaternen und herabgestürzte Wellblechdächer und Straßenschilder versperrten Rettungsdiensten den Weg. Die Behörden hatten allerdings vorgewarnt. In den östlichen Provinzen und entlang der Küste in Manila flohen Hunderttausende in Notunterkünfte.

Vielen sind die schrecklichen Bilder von Tacloban und Umgebung weiter südlich noch in Erinnerung, wo der Taifun "Haiyan" im November verheerende Schäden anrichtete. Damals unterschätzten Behörden und Anrainer die Sturmfluten, die teils hunderte Meter ins Land rollten. Mehr als 6.200 Menschen kamen ums Leben, hunderttausende Häuser wurden zerstört.

Sturmfluten und Überschwemmungen

Schon am Dienstag hatten sich nach Angaben der philippinischen Behörden hunderttausende Menschen vor den ersten Ausläufern des Taifuns in Sicherheit gebracht. Der Wetterdienst warnte vor Sturmfluten und Überschwemmungen.

Der Taifun erreichte am Dienstag die Provinz Albay im Osten des Landes, wo etwa 137.000 Menschen aus Küstengebieten flohen. Albay liegt rund 340 Kilometer südöstlich von Manila.

Schwere Regenfälle gingen über den Provinzen Leyte und Samar nieder, die bereits im November von der Wucht des Taifuns "Haiyan" getroffen wurden. Vier Millionen Menschen verloren damals ihr Zuhause, mehr als eine Million Häuser wurden beschädigt. Die Philippinen sind zum Teil noch heute mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. (APA, 16.7.2014)

  • "Rammasun" richtete schwere Verwüstungen an, riss Bäume aus und knickte Strommasten um.
    foto: reuters/romeo ranoco

    "Rammasun" richtete schwere Verwüstungen an, riss Bäume aus und knickte Strommasten um.

  • Ein junger Mann in Las Piñas, einer Stadt der Hauptstadtregion, verstärkt das Dach in Erwartung des Taifuns.
    foto: apa/epa/francis r. malasig

    Ein junger Mann in Las Piñas, einer Stadt der Hauptstadtregion, verstärkt das Dach in Erwartung des Taifuns.

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