Graz als erste "Smarte City" Österreichs in UN-Projekt aufgenommen 

15. Juli 2014, 13:33
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Mitgliedsstädte tauschen Erfahrungen mit Stadtentwicklung aus. Internationale Konferenz im November in Graz

Die Stadt Graz mit ihren Bemühungen um eine "Smart City" ist als erste Stadt Österreichs in das UN-Projekt "Smart urban solutions" aufgenommen worden. Das globale Netzwerk bietet den Mitgliedern Austausch bei grüner und intelligenter Stadtentwicklung. Zudem soll die sogenannte "Urban Future Global Conference 2014" im November in der steirischen Landeshauptstadt stattfinden.

Gulnara Roll, Vertreterin der UN-Wirtschaftskommission für Europa (UNECE), erklärte, dass Graz ausgesucht wurde, weil die Stadt schon eine "erfolgreiche Smart-City-Entwicklung" habe und zu den mittelgroßen Städten zähle. Sie erwarte sich, dass die steirische Landeshauptstadt ihre Erfahrungen mit den anderen Städten austauscht und im Gegenzug von den anderen profitieren kann: "Gerade im Bereich der nachhaltigen Stadtentwicklung können kleinere und mittelgroße Städte noch mehr als Megastädte wie London vom Erfahrungsaustausch gewinnen."

Weltweit anwendbare Strategien

Ziel des UN-Projekts sei es, durch den Austausch auf unterschiedliche Städtecharakteristika abgestimmte Strategien und Konzepte zu erarbeiten. Die sollen dann weltweit anwendbar sein. Graz arbeitet derzeit an der Entwicklung von zwei Großprojekten: Smart City Graz West sowie Reininghaus. Bei ersterem Projekt soll laut Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) wie geplant im Herbst der Spatenstich für den 60 Meter hohen Science Tower stattfinden.

Als neues Mitglied des UN-Projekts wird Graz am 18. und 19. November seinen ersten großen Auftritt haben: Bei der "Urban Future Global Conference 2014" werden rund 1.000 Teilnehmer aus rund 60 Ländern erwartet.

Etwa 120 Vortragende und 80 Speaker sollen ihre Erfahrungen preis geben, darunter auch der ehemalige Londoner Bürgermeister Ken Livingstone. Er wird erzählen, wie die Londoner City-Maut umgesetzt wurde. Andere Sprecher sollen auch von ihren schiefgegangenen Projekten erzählen, "damit die gleichen Fehler nicht immer wieder und wieder und wieder gemacht werden", meinte Konferenz-Programmdirektor Gerald Sutter. (APA, 15.7.2014)

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