Mexikanische Telekom Austria: Grüne sehen Versagen der Staatsholding

15. Juli 2014, 12:12
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Moser: "So erfolgt eine stille Übernahme" - ÖIAG weist Kritik zurück

Dass America Movil nun knapp 51 Prozent an der teilstaatlichen Telekom Austria hält, ist für die Grünen "erneut" ein Versagen der Staatsholding ÖIAG. "So erfolgt eine stille Übernahme, denn vormals österreichischer Staatsbesitz ist nun mexikanisch", sagte die Telekomsprecherin der Grünen, Gabriela Moser, am Dienstag in einer Aussendung. Die ÖIAG weist die Kritik "entschieden" zurück.

ÖIAG-Neuausrichtung gefordert

"Slim reibt sich die Hände rotweißrot", meint Moser. Strategisch wichtige Kommunikationsinfrastruktur werde zum Spielball eines mexikanischen Monopolunternehmens. Sie fordert einmal mehr eine strategische Neuausrichtung der ÖIAG. Ein Dorn im Auge ist ihr auch die "russophile Führung" des ÖIAG-Aufsichtsrats durch den früheren Magna-Manager Siegfried Wolf, der 2010 ins Firmenimperium des russischen Oligarchen Oleg wechselte.

ÖIAG-Sprecher Bernhard Nagiller weist den Vorwurf des Versagens zurück: "Die Telekom Austria wird durch die Partnerschaft nachhaltig gestärkt". Am Staatsanteil von 28,4 Prozent ändere sich durch das Ende der Übernahmefrist faktisch nichts und die Anliegen des Standortes seien vertraglich abgesichert, so der Sprecher. (APA, 15.07.2014)

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