Vantablack: Schwärzestes Material bisher entwickelt

15. Juli 2014, 10:45
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Material soll in Raumfahrt und zu militärischen Zwecken zum Einsatz kommen

Das britische Unternehmen Surrey NanoSystems hat nach eigenen Angaben das bislang schwärzeste Material entwickelt. Vantablack absorbiert 99,96 Prozent des einfallenden Lichts und soll sich dank seiner Eigenschaften bei niedrigen Temperaturen einfach auf Oberflächen auftragen lassen.

Teleskope

Das Material basiert auf Kohlenstoff-Nanoröhren und soll zu militärischen Zwecken und in der Raumfahrt zum Einsatz kommen. So kann es beispielsweise bei Teleskopen das Streulicht reduzieren. Dadurch ließen sich noch weiter entfernte Sterne besser beobachten. Bislang konnten ähnliche Materialien zudem nur bei sehr hohen Temperaturen verarbeitet werden, weshalb sie bei sensibler Elektronik nicht eingesetzt werden konnten.

Massenproduktion startet

Zudem soll es praktisch zu keinen Abriebeffekten kommen, weshalb Vantablack auch bei hochempfindlichen Linsensystemen eingesetzt werden könne ohne Risiko einer Kontamination. Laut Surrey NanoSystems startet nun die Massenproduktion und Lieferung an erste Kunden. (red, derStandard.at, 15.7.2014)

  • Vantablack absorbiert 99,96 Prozent des einfallenden Lichts.
    foto: surrey nanosystems

    Vantablack absorbiert 99,96 Prozent des einfallenden Lichts.

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