Microsoft: Mit Billig-Laptops gegen Chromebooks

15. Juli 2014, 08:42
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Windows-Geräte sollen in deutlich niedrigere Preisregionen vordringen - Ab 199 US-Dollar

Auch wenn Googles Chromebooks im Massenmarkt bisher keine große Rolle spielen, so haben sie doch in den letzten Monaten eine signifikante Nische erobert: Durch die niedrigen Preise und die einfache Wartung stellen sie mittlerweile einen bedeutenden Teil der Neuanschaffungen im US-Bildungssektor dar. Eine Ausweitung dieses Erfolgs auf andere Bereiche will Microsoft nun offenbar im Keim ersticken, wie The Verge berichtet.

Konkurrenz

Im Rahmen seiner Partnerkonferenz hat Microsoft am Montag eine gezielte Kampagne gegen Chromebooks gestartet. In Kooperation mit Partnern wie Acer, Toshiba und HP sollen Laptops angeboten werden, die sich im üblichen Chromebook-Preissegment befinden, aber gleichzeitig unter Windows laufen. Microsoft sieht zentrale Vorteile gegenüber ChromeOS wie etwa die Möglichkeit sowohl native als auch Web-Apps laufen zu lassen, oder ein vollständiges Office zur Verfügung zu haben.

Preise

Die Preise der ersten Billig-Laptops von Acer und Toshiba liegen bei rund 250 US-Dollar. Für das letzte Quartal soll dann noch HP ein Gerät um 199 US-Dollar nachliefern. Alle setzen sie dabei auf Celeron-Chips von Intel, um den Preis möglichst niedrig zu halten. Zudem wird wohl Microsoft ordentlich bei den Lizenzpreisen nachgegeben haben - so man nicht ganz darauf verzichtet. “Wir haben ein großartiges Angebot gegen Chromebooks, wir werden den Markt an niemanden aufgeben”, betont Microsoft COO Kevin Turner denn auch siegesgewiss.

Einschätzung

Bleibt abzuwarten, ob es Microsoft und seinen Partnern gelingt, hier auch Geräte zu liefern, die nicht einfach eine Wiederholung der Netbook-Ära darstellen, die von viel zu schwacher Hardware für ein Windows-Betriebssystem geprägt war. Immerhin ist es genau die Einfachheit und die schlanke Basis, die KäuferInnen zu ChromeOS zieht. (red, derStandard.at, 15.7.2014)

  • Microsoft will die Herausforderung durch Googles Chromebooks offensiv annehmen.
    grafik: microsoft

    Microsoft will die Herausforderung durch Googles Chromebooks offensiv annehmen.

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