Sind Bioprodukte womöglich doch gesünder? Viele Forscher publizieren überraschend wenig 

14. Juli 2014, 18:34
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Sind Bioprodukte womöglich doch gesünder?

Newcastle - Bisherige Studien waren eher skeptisch: 2012 etwa kam eine Auswertung von 237 Studien in den "Annals of Internal Medicine" 2012 zum Schluss, dass Bioprodukte im Vergleich zu konventionellen keinen gesundheitlichen Mehrwert hätten. Nun behaupten Forscher um Carlo Leifert (Uni Newcastle) im "British Journal of Nutrition", dass Biolebensmittel sehr wohl mehr günstige Antioxidantien, aber weniger Pestizide und Kadmium enthielten. Von "Nature" befragte Experten zweifeln indes die Methoden und Resultate der Studie an. (tasch)

Link
Nature: Study finds organic produce is more nutritious

Abstract
British Journal of Nutrition: Higher antioxidant and lower cadmium concentrations and lower incidence of pesticide residues in organically grown crops: a systematic literature review and meta-analyses

Viele Forscher publizieren überraschend wenig

Palo Alto - Bereits 1926 wurde Produktivität von Forschern in eine Formel gegossen. (Alfred) Lotkas Gesetz sagt grob vereinfacht, dass eine geringe Anzahl von Forschern einen hohen Anteil am Gesamt-Output hat. Forscher um John Ioannidis (Stanford) bestätigen im Fachblatt "PLoS One" diesen Befund ex negativo: Weniger als ein Prozent aller 15 Millionen Forscher weltweit schaffte es zwischen 1996 und 2011, mehr als einen Fachartikel pro Jahr zu veröffentlichen, 68.221 Wissenschafter publizierten zwei oder mehr jährlich, nur 3269 (vor allem Institutsleiter) schafften zehn oder mehr. (tasch)

Volltext der Studie
PLoS One: Estimates of the Continuously Publishing Core in the Scientific Workforce

(DER STANDARD, 15.07.2014)

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