Aktivistinnen protestierten gegen Frauenmorde

14. Juli 2014, 12:10
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BeamtInnen für Straflosigkeit mitverantwortlich - Streit um das tatsächliche Ausmaß 

Managua - Zahlreiche Menschenrechtlerinnen haben in Nicaragua gegen die steigende Zahl von Frauenmorden protestiert. Vor dem Hauptquartier der Polizei an der Plaza del Sol in der Hauptstadt Managua legten sie am Donnerstag im Gedenken an die Opfer Blumen nieder und stellten Kreuze auf, wie die Zeitung "La Prensa" berichtete. "Es sind keine 18, es sind 48", skandierten die Frauen.

In dem mittelamerikanischen Land hatte sich zuletzt ein Streit um das tatsächliche Ausmaß entwickelt. Während die Polizei die gezielt gegen Frauen gerichteten Tötungsdelikte mit 18 beziffert, gehen Menschenrechtsorganisationen seit Jahresbeginn 48 Fällen aus.

Demonstration als "Medien-Show"

Ein von der Regierung für Freitag angekündigter Protestmarsch gegen die Gewalt gegen Frauen wurde unterdessen abgesagt. Zuvor hatten Vertreterinnen von Frauenorganisationen die geplante Demonstration als "Medien-Show" kritisiert. Häufig seien PolizistInnen und RichterInnen für die Straflosigkeit mitverantwortlich, sagten sie. (APA, 14.7.2014)

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